Der Vorschlag von BM Helmut Fischer für die Zusammensetzung des Ausschusses fand beim ersten Anlauf keine Mehrheit.

„Geheimer“ Fehlstart

Publiziert in 12 / 2014 - Erschienen am 2. April 2014
Vorerst keine Mehrheit für neuen Gemeindeausschuss Latsch - Wäre alles glatt gelaufen, hätte die Gemeinde Latsch seit dem 26. März einen neuen Ausschuss. Stellvertreterin des neuen Bürgermeisters Helmut Fischer wäre Sonja Platzer und als Referenten wären Andrea Kofler, Robert Zagler und Maura Dalla Barba im Amt. „Die neuen Bestimmungen sehen vor, dass dem neuen Ausschuss neben dem Bürgermeister nur mehr 4 Referenten angehören dürfen“, hatte Fischer bei der ersten Sitzung des neuen Gemeinderates vorausgeschickt. Der Spielraum sei somit gering: „Was einst von 9 und später 6 Schultern getragen werden konnte, muss jetzt auf 4 verteilt werden.“ Als wesentliches Kriterium für die Zusammensetzung des Ausschusses nannte Fischer den Wählerwillen. Auch über die Zuteilung der wichtigsten Zuständigkeiten informierte er den Rat. Sonja Platzer soll demnach für Familie, Soziales, Sport und Jugend zuständig sein, Andrea Kofler für Wirtschaft, Sessellift Tarscher Alm, Umwelt und Abfall, Robert Zagler für öffentliche Arbeiten, Straßen, Bauhof, Land- und Forstwirtschaft, St. Martin im Kofel, Friedhöfe und Infrastrukturen und Mauro Dalla Barba für Kultur, Kindergärten, Schulen, Vereine. Als seine eigenen Zuständigkeiten nannte Fischer die Finanzen, das Bauwesen, Steuern und Gebühren, Zivilschutz, Senioren und Altersheim, Energie und weitere Bereiche. Bei der Diskussion wurde von Vertretern der Mehrheit und auch der Opposition darauf verwiesen, dass vor allem die Wirtschaft in Latsch anzukurbeln sei. Sepp Kofler von den Freiheitlichen etwa fragte Andrea Kofler, ob sie sich der Herausforderung gewachsen fühle. Andrea Kofler sagte, dass sie sich mit aller Kraft in den neuen Aufgabenbereich hineinknien wolle. Auch der BM und weitere Verwalter in spe unterstrichen, dass man ihnen zunächst Zeit zum Einarbeiten lassen müsse. Zudem seien auch Ratsmitglieder eingeladen, aktiv mitzuarbeiten. Verena Rinner ließ vor der geheimen Abstimmung zu Protokoll geben, „dass die Latscher ihre Mehrheit im Ausschuss heute verlieren.“ Eine Mehrheit kam bei der geheimen Abstimmung nicht zustande. 9 Ja-Stimmen standen 3 Nein-Stimmen und 6 weißen Stimmzettel gegenüber. Hans Mitterer, der die Sitzung als ältestes Ratsmitglied leitete, teilte mit, dass der Gemeinderat innerhalb 10. April zu einer zweiten Abstimmung einberufen wird. Mittlerweile steht fest, dass die Sitzung am 8. April um 19 Uhr stattfindet. Wie durchsickerte, soll mit einigen der bisherigen Verwaltern im Vorfeld über die Zusammensetzung des neuen Ausschusses nicht gesprochen worden sein. Auch Bedenken bezüglich der Zuteilung der Kompetenzen dürften zum „geheimen“ Fehlstart beigetragen haben. Sepp
Josef Laner
Josef Laner
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