Heinrich Aukenthaler

Gesellschaftsverträgliche Jagd

Publiziert in 11 / 2014 - Erschienen am 26. März 2014
Schlanders - Die Stimmung in der Gesellschaft gegenüber der Jagd hat sich gewandelt, stellte Geschäftsführer Heinrich ­Aukenthaler in seinem Vortrag „Die Jagd im Kreuzfeuer der Meinungen“ bei der Bezirkshegeschau fest. Darauf habe die Jägerschaft zu spät und zu leichtfertig reagiert. So habe man im Dreiecksverhältnis Wildtier-Jäger-Gesellschaft die Emanzipationsbestrebungen der Säule Gesellschaft übersehen oder unterschätzt. „Die Schere zwischen dem, was die Gesellschaft erwartet und dem, was die Jägerschaft tut, ist größer geworden“, meinte Aukenthaler. Er wies nach, dass Tierrechtsbewegungen und Tierbefreiungs-Ideologien zu paradoxen Schlussfolgerungen kämen bis hin zum Verbot der Tierzucht, ja sogar der Landwirtschaft. Sicher sei: Die Jagd müsse sich einer „Gesellschaftsverträglichkeitsprüfung“ unterziehen, bemühte er aktuelle Begriffe aus der Umweltdiskussion. Sie müsse Teil der Gesellschaft werden, meinte er sinngemäß. Dies sei nur über eine „fachkompetente Kommunikation“ möglich, die den Wertewandel beachte. Er zitierte den Wildbiologen Wolf Schröder aus München: „Jäger verfügen über eine besondere Naturerfahrung. Andere Menschen daran teilhaben zu lassen, ist eine große Aufgabe in einer verstädternden Bevölkerung.“s
Günther Schöpf
Günther Schöpf

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.