Beim „Maiinschnöllen“

Goaßlschnöller versuchen „Langes“ zu wecken

Publiziert in 10 / 2006 - Erschienen am 17. Mai 2006
Prad – Im Schützenheim „Gargitz“ fand auch heuer wieder die Jahreshauptversammlung der Goaßlschnöller von Prad statt. Dafür möchten sich die über 40 aktiven Mitglieder des Vereines einmal bei der Schützenkompanie Prad bedanken. Bei der Hauptversammlung wird vor allem Rückschau auf das vergangene Goaßlschnöllerjahr gehalten: Was war gut gegangen, was steht aber schon für die nun angelaufene Saison an. Besonders intensiv wurden dabei die Ergebnisse der alpenländischen Meisterschaft diskutiert. Besprochen wurden die heuer anstehenden Termine und welche Verbesserungen eingeführt werden können. Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung dankte der Vorstand unter Gilbert Stillebacher, Peter Mayr, Oliver Platzgummer und Peter Bagamoro der Firma Holzbau Lechner und deren Inhaber Alois Lechner für die T–Shirts, die nun alle Goaßlschnöller mit ihrem Logo und der Sponsorfirma einheitlich tragen. Als erster Höhepunkt der Saison stand das traditionelle „Maiinschnöllen“ auf dem Programm. Am Abend des 30. April versammelten sich, einem alten Brauch folgend, an die 40 Goaßlschnöller im Dorfteil Koatlack und begannen bei Einbruch der Dunkelheit auf dem Parkplatz der Taverne Ladum mit dem „Maiinschnöllen“. Dabei soll der Wonnemonat Mai eingeleitet und die Natur durch das laute Knallen der Goaßln, einzeln oder auch mehrfach im Takt, zum Frühling erweckt werden. Geschnöllt wird traditionsgemäß zuerst oberhalb des Dorfes (Laschaur und Theinen) und anschließend auf den Straßen und Plätzen des Dorfes. Dabei wird bei Mitgliedern und Gönnern des Vereines ein besonderer Halt eingelegt, um sich von den Strapazen des nicht einfachen und kräftezehrenden Schnöllens zu erholen. Für Speis und Trank ist dann bestens gesorgt. Bei so einer Pause wurde im Hof des Chefs der Goaßlschnöller, Gilbert Stillebacher, einem der sieben Neumitglieder eine komplette Goaßl geschenkt. Es ist kein Geringerer als Pfarrer Georg Martin, der auch gleich sein Können unter Beweis stellen musste und die Mutprobe gekonnt mit „links“ anging. Die Goaßlschnöller Prad verstehen das „Maiinschnöllen“ nach ihrer jährlichen Hauptversammlung als Auftakt der Schnöllersaison, die von Proben, Auftritten, Tirolerabenden, Almabtrieben und als Höhepunkt von der alpenländischen Meisterschaft im Goaßlschnöllen geprägt ist.
Erich Waldner

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.