Beim Großschadensereignis in der Latschander waren rund 280 Personen beteiligt;

„Großschadensereignis“ erfolgreich bewältigt

Publiziert in 20 / 2012 - Erschienen am 23. Mai 2012
Eine Großübung der Rettungskräfte fand am vergangenen Wochenende in den Gemeinden Kastelbell-Tschars, Latsch und Martell statt. Untervisnchgau – Das „Großschadensereignis“ bestand aus insgesamt sieben Szenarien. Das erste „Unglück“ ereignete sich am Freitag gegen 17 Uhr bei einem Waldbrand in Martell. Dafür musste ein Löschhubschrauber angefordert werden. Eine ­knappe Stunde später kam es zu einer Staubexplosion im Sägewerk Lamprecht in Tschars. Kurz darauf ereignete sich ein Transporterunfall in St. Martin im Kofel. Weitere Szenarien waren ein starkes Gewitter am frühen Samstagmorgen (Beobachtung und Einberufung der Gemeindeleitstellen Kastelbell/Tschars und Latsch mit Evakuierungen), ein Steinschlag im unwegsamen Gelände der Galsauner Leiten mit einer verunglückten Wandergruppe und ein Brand in Emballagenlager der Obstgenossenschaft MIVOR Latsch mit Ammoniakaustritt. Der Höhepunkt der Übungen ereignete sich am Freitag um 21.45 Uhr. In der Latschander kam es zu einem schweren Busunfall mit rund 30 Verletzten. Bei diesem Großschadensereignis waren rund 280 Menschen beteiligt. Bei der Ankunft der Rettungskräfte lag ein SAD-Bus unterhalb der Staatsstraße, daneben befand sich das in den Unfall verwickelte Personenfahrzeug. Neben Wehrmännern der Freiweilligen Feuerwehren von Kastelbell, Galsaun, Tschars, Latsch, Goldrain, Schlanders und ­Göflan, wurden die WK-Sektionen Schlanders, Naturns und Prad sowie der Bergrettungsdienst (BRD) Latsch, die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Schlanders, der Landesstraße ndienst, die Berufsfeuerwehr Bozen, verschiedene Notärzte und die Notfallseelsorge alarmiert. Allein bei diesem Massenanfall von Verletzten waren knapp 140 Wehrmänner mit 20 Fahrzeugen im Einsatz. Lob an die vielen Einsatzkräfte „Schwerpunktmäßig ging es um die Koordination der einzelnen Rettungsdienste sowie der Behörden“, erklärt der Bezirksfeuerwehrpräsident Franz Tappeiner. Die Zusammenarbeit habe sehr gut geklappt und die „Mitarbeit aller Beteiligten war großartig“, lobt Tappeiner. Hier und da habe es zwar kleine Schwächen gegeben, doch „die Stärken überwogen“, gibt sich Tappeiner zufrieden. Michael Andres
Michael Andres
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