Die Grünzone vor dem Dorf ist für die Grauner wie eine „heilige Kuh“.

Hofaussiedlung in Graun

Publiziert in 33 / 2013 - Erschienen am 25. September 2013
Graun - Für die Grauner ist die Grünzone am Reschensee ein Naherholungsgebiet, das es zu erhalten gilt. Andererseits braucht es aber auch Entwicklungensmöglichkeiten für das Dorf. Der Gemeinderat ebnete am 19. September den Weg dafür, dass ein landwirtschaftlicher Betrieb aus dem Dorfkern ausgesiedelt werden kann und dem angrenzenden Hotel so die Möglichkeit gegeben wird, die bisherige Hofstelle zu kaufen und das Hotel qualitativ zu erweitern. „Wir wollen keineswegs, dass jetzt für eine Verbauung der Grünzone Tür und Tor geöffnet wird, aber in diesem Fall schlagen wir zwei Fliegen auf einen Streich“, sagte BM Heinrich Noggler. Der Bauer komme zu einer neuen Hofstelle außerhalb des Dorfs und das Hotel könne erweitert werden. Das sei auch gut für das Dorfbild. Um die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, stimmte der Rat mit breiter Mehrheit einem neuen Passus im Abkommen zur Eigentumsregelung von Grundstücken am Reschensee zu. Der Passus sieht vor, dass das Land in Ausnahmefällen Teile der Grünzone an landwirtschaftliche Betriebe abtreten kann, allerdings nur nach Anhörung der Gemeinde und der Fraktion. Heinrich Thöni stimmte gegen den Passus, „weil er sich ausschließlich auf landwirtschaftliche Betriebe bezieht.“ Zwei Räte enthielten sich der Stimme. Die genannte Hofaussiedlung ist schon lange Thema in Graun. Bereits die Vorgängerverwaltung hatte sich damit beschäftigt. sepp
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.