Den Kessel hat sein Ur-Großvater Josef 1868 angefertigt. Den Deckel hat Heinrich Zwick 1998 („150 Jahre Zwicken“) mit dem Gemeinde­wappen versehen.

„Ich bin Handwerker“

Publiziert in 21 / 2012 - Erschienen am 30. Mai 2012
Schlanders – Heinrich Zwick nennt sich Schlosser, bekennt sich zum Handwerklichen und schüttelt verneinend den Kopf, wenn man seine „Treibarbeiten“ in ­Kupferblech bewundernd als Kunst bezeichnet. Ganz kann er es aber nicht verbergen, dass er sich freut, wenn man seinen ausdruckstarken „Moses mit den 10 Geboten“ bewundert. Damit möchte er bei der Ausstellung „Kreativ Alltagsgrenzen überschreiten“, bei der am Samstag, 2. Juni, von 9 bis 21 Uhr und am Sonntag, 3. Juni, von 9 bis 19 Uhr im Kulturhaus Schlanders Handarbeiten, Bilder, Holzarbeiten und vieles mehr gezeigt werden, eine besondere Installation schaffen und holt sich aus seiner Sammlung zwei Milchkannen, eine davon bemalt. Heinrich Zwick sprüht von Ideen und erklärt, wie er es anstellen will, um Milch in die Kannen fließen zu lassen. Gern setzt er sich auf einen seiner zusammengeschweißten Metallhocker, richtet sich die Sandsäcke her, worauf er dann mit Hammer und Punze sein Blech „treibt“. Der bekannte Metallbauer aus Schlanders nutzt den Ruhestand, um seine gestalterischen Fähigkeiten am geliebten Werkstoff Kupfer umzusetzen. So, wie es seit 1848 seine Vorfahren mitten in Schlanders gepflegt haben. Ihr Berufsstand hieß damals noch „Kessler“. Heinrich zeigte seinen eigenen Riesen-Kessel, mit dem er sich beweisen wollte, das Handwerk seiner Vorfahren zu beherrschen.
Günther Schöpf
Günther Schöpf

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