Eines von Tappeiners Werken, die im Band „Kunstwelten“ abgebildet sind.

„Ich sehe,also bin ich“

Publiziert in 22 / 2013 - Erschienen am 12. Juni 2013
Reinhold Tappeiner aus Laas ist im Band „Kunstwelten“ vertreten. Laas – Er war nicht wenig überrascht, als er sich kürzlich in der zweiten Ausgabe des „Kunstwelten“-Bandes der Unternehmensgruppe Boesner in Deutschland wiederfand. „Damit hatte ich nicht gerechnet,“ freut sich der Künstler Reinhold Tappeiner aus Laas. Der erste „Kunstwelten“-Band war auf Initiative von Wolfgang Boesner 2011 herausgegeben worden. Es ging darum, zeitgenössischen Künstlern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum ein Forum zu bieten. Denn die Kunst braucht Publikum, ist der Kaufmann und Künstler Wolfgang Boesner überzeugt. Wie schon im ersten Band werden auch im jetzigen zweiten unter dem Motto „100 Künstler - 100 Perspektiven“ Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichen Bereichen der bildenden Kunst präsentiert. Die „Kunstwelten“ sind somit ein Spiegelbild der zeitgenössischen Kunst im deutschsprachigen Raum. In alphabetischer Reihenfolge werden die Künstlerinnen und Künstler auf je sechs Seiten vorgestellt. Auf kurze Einführungstexte folgen ganzseitige Fotos von Kunstwerken. Der zweite Band, der über 600 Seiten umfasst, dürfte schätzungsweise 100.000 Leser erreichen. Südtirol ist zweimal vertreten. Einmal mit Andrea M. Varesco aus Montan und einmal mit Reinhold Tappeiner aus Laas (www.reinhold-tappeiner.com). Der Text zum Schaffen von Tappeiner stammt aus der Feder von Katharina Hohenstein. „Wer Bilder von Reinhold Tappeiner betrachtet, darf sich sicher sein: ‚Ich sehe, also bin ich’“, schreibt Hohenstein in Anlehnung an das berühmte Dictum von René ­Descartes („Ich denke, also bin ich“). Tappeiner lasse uns ­sehen, „was wir zu sehen imstande sind. Ein Dialog beginnt, der die Faszination seiner Bildwelten ausmacht. Der Farb- und Schichtenforscher ruft auf, sich zu erinnern – oder die Fantasie fliegen zu lassen.“ Die Arbeiten des akademischen Malers – Träger des nationalen Fabio Bertoni-Preises der Accademia di Belle Arti di Urbino – fordern die eigene Innenwelt heraus. Tappeiner, 1959 geboren, besuchte die Kunstschule in Gröden. 1983 schloss er das Studium an der „Accademia di Belle Arti di Urbino” ab. Seither ist er freischaffender Künstler. Seit 1984 ist er auch als Lehrer an der Fachschule für Steinbearbeitung in Laas tätig. Von 2001 bis 2009 war er Vertragsprofessor an der Freien Universität Bozen (Fakultät Bildungswissenschaften, Fachbereich „Zeichnen“). Seit 2012 ist er Dozent an der Kunstakademie Bildungshaus Kloster Neustift. sepp
Josef Laner
Josef Laner

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