Informationen für Steuerzahler

Publiziert in 6 / 2005 - Erschienen am 1. April 2005
MOD. 730 / 2005 Alle Unterlagen sammeln, die für die Steuererklärung benötigt werden: - Kopie der Steuererklärung des letzten Jahres (Mod. 730 bzw. Unico). Die Kopie ist unerlässlich, da die Steuerjahre zusammenhängen. - Mod. CUD für jedes Arbeitsverhältnis bzw. für die Rente im Jahr 2004 - Steuer- bzw. Mehrwertssteuernummer und genaue Anschrift des Arbeitgebers, der Ihnen im folgenden Juli den Lohnstreifen aushändigt, falls diese nicht auf einem der Mod. CUD angegeben sind - Belege über die im Mai/Juni bzw. November des Jahres 2004 vorgenommenen Steuervorauszahlungen - Steuernummern des Ehepartners und der zu Lasten lebenden Personen (Jahreseinkommen unter Euro 2.840,51 brutto), wenn diese in der Erklärung des Vor- jahres nicht angegeben sind - Mod. CUD über die direkt vom Nisf/Inps, vom Inail oder von der Bauarbeiter- kasse bezogenen finanziel len Leistungen - Nachweise über Einkommen aus selbständiger, gelegentlicher oder kontinuierlicher Mitarbeit - Regelmäßige Unterhaltszahlungen von Seiten des geschiedenen oder getrennt le- benden Ehepartners, ausgenommen jene für die Kinder - Nachweise über Auslandseinnahmen und –renten. Bei Gebäude- und Grundbesitz werden folgende Unterlagen benötigt: - Katasterauszug mit den Angaben in EURO. UNBEDINGT ERFORDERLICH für die im Jahre 2004 erworbenen Gebäude - Für die Steuerreduzierung im Falle von Unbewohnbarkeit (auch aufgrund von Re- novierungsarbeiten) braucht man die Bestätigung der Gemeinde - Mietverträge zwecks Nachweises der Mieteinnahmen im Jahre 2004 (im Falle sog. begünstigter Mietverträge mit Steuervorteilen für Mieter und Vermieter wird die Kopie des registrierten Vertrages benötigt. Diese be- günstigten Mietverträge müssen laut Ges. 431/98 ab geschlossen worden sein und finden nur mehr in fol- genden Gemeinden unserer Provinz Anwendung: Alg- und, Bozen, Eppan, Lana, Leifers und Meran). Die Steuern müssen nicht nur von den Besitzern oder Inhabern des Fruchtgenusses bezahlt werden, sondern auch von jenen, die nur das Wohnrecht haben, wie: - die Witwe/der Witwer (seit der Reform des Familienrechts); - die Personen, denen im Falle von Trennung bzw. Scheidung das Wohnrecht zugesprochen wurde. Wenn Sie Steuern sparen wollen, vergessen Sie nicht die Belege über die von der Steuer absetzbaren Aufwendungen. Nachstehend die wichtigsten Spesenarten. Beachten Sie, dass die Ausgaben nur berücksichtigt werden können, wenn sie im Jahr 2004 getätigt wurden. Ausgaben, die zu 19% von der Einkommenssteuer abgezogen werden können - Ausgaben für ärztliche Leistungen für sich selbst und die zu Lasten lebenden Familienangehörigen (chirur- gische, fachärztliche und allgemeine medizinische Leistungen, Ticketspesen, Prothesen), wenn sie den Gesamtbetrag von Euro 129,11 überschreiten - Sanitätsausgaben für schwer kranke Personen, auch wenn diese nicht zu Lasten leben. - Ausgaben für den Ankauf von Fortbewegungsmitteln bzw. technischen/elektronischen Hilfsmitteln für be- hinderte Personen. - Ausgaben für den Ankauf von Kraftfahrzeugen für be- hinderte Personen mit dauerhaft eingeschränkter Fort- bewegungsfähigkeit - Ausgaben für den Ankauf von Blindenhunden - Passivzinsen für Hypothekardarlehen zum Kauf einer Immobilie, die als Haupt- wohnung genutzt wird - Passivzinsen für Hypothekardarlehen zum Kauf von Immobilien, die nicht als Hauptwohnung dienen (Vertragsabschluss vor dem 1.1.1993) - Passivzinsen für die im Jahr 1997 aufgenommenen Dar- lehen zur Durchführung von baulichen Wiedergewin- nungsarbeiten - Passivzinsen für Hypothekardarlehen zum Bau oder zur Sanierung einer Immobilie, die als Hauptwohnung genutzt werden soll - Passivzinsen für Landwirt schaftsanleihen bzw. -darlehen - Prämien für vor 2001 abgeschlossene Lebens- und Unfallversicherungen - Einschreibegebühren für Sekundarschulen und Universitäten - Spenden an gemeinnützige Organisationen (ONLUS). - Mitgliedsbeiträge für "Organisationen gegenseitiger Hilfeleistung" - Beerdigungsspesen (max. Euro 1549,37 pro Todesfall) Sonstige absetzbare Aufwendungen: - Ausgaben zur Erhaltung kulturhistorischer Güter - Freiwillige Geldzuwendungen an den Staat, an nicht gewerbliche Schauspielor- ganisationen und Einrichtungen, die im musikalischen Bereich tätig sind. Ausgaben, die vom Gesamteinkommen abgezogen werden - Gesetzlich vorgeschriebene Vor- und Fürsorgebeiträge - Sozialabgaben für Hausangestellte und Pflegepersonal (INAIL-Unfallversicherung für Hausfrauen) - Einzahlungen in Zusatzrentenfonds (regionale Hausfrauenrente) - Beitrag an den Nationalen Gesundheitsdienst (für KFZ- und Motorradversicherung) - Spenden an religiöse Einrichtungen - Spenden zugunsten von Entwicklungsländern - Ausgaben für die medizinische Versorgung und Betreuung von behinderten Personen - Regelmäßige Unterhaltszahlungen an den getrennten bzw. geschiedenen Ehepartner, mit Ausnahme der Zahlungen für den Unterhalt der Kinder - 50% der Ausgaben für die Adoption ausländischer Kinder. Bauarbeiten an Gebäuden Um die Steuergutschrift von 36% in Anspruch zu nehmen, werden folgende Unterlagen benötigt: 1. Kopie der Mitteilung an die Finanzverwaltung (vor Baubeginn mit eingeschriebenen Brief aufgegeben) 2. Kopie der Rechnungen 3. Kopie der Zahlungen ausschließlich mittels Banküberweisung. Auch dieses Jahr können die steuerpflichtigen Personen, die nicht jünger als 75 bzw. 80 Jahre alt sind (innerhalb 31.12.03) und die den Steuervorteil für Gebäudesanierungen genutzt haben, die Steuergutschrift auf fünf bzw. drei Jahre aufteilen.
Vinschger Sonderausgabe

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