Die „alte“ Kirche von Plaus, der Neubau würde westlich davon errichtet.

Kirchenneubau in Plaus

Publiziert in 20 / 2012 - Erschienen am 23. Mai 2012
Der Gemeinderat gab grünes Licht für eine eventuelle Finanzierungsbeteiligung. Für den Kirchenneubau wird ein weiterer ­Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Plaus - Schon vor rund 15 Jahren kam der Wunsch nach Erweiterung bzw. Neubau der Kirche auf. Erste konkrete Schritte wurden vor rund zwei Jahren mit der Ausschreibung eines Ideenwettbewerbes gesetzt. Die daraus hervorgegangenen Projekte vermochten die Fachjury jedoch nicht zu überzeugen, sodass nun wahrscheinlich ein weiterer Wettbewerb mit fünf Architekten ausgeschrieben wird. Der Pfarr­gemeinde als zuständiges Gremium wird diesbezüglich aller Voraussicht nach noch vor Pfingsten eine endgültige Entscheidung treffen. Das ist die eine Seite, die andere betrifft die Finanzierung. Dass auch die politische Gemeinde ihre Scherflein dazu beiträgt, war mehr oder weniger von Anfang an klar. Bei seiner jüngsten Sitzung hat der der Gemeinderat Plaus nun in einem Grundsatzbeschluss die Voraussetzungen für eine eventuelle Finanzierungsbeteiligung festgelegt. Die Bedingungen für die Mitfinanzierung Diesem Beschluss zufolge müssen in den auszuarbeitenden Projekten im Kellergeschoss ausreichend große Räumlichkeiten zur Aufbahrung der Verstorbenen sowie für weitere erforderliche Belange im Zusammenhang mit dem Friedhof (z. B. Ossarium) vorgesehen werden. Diese müssen über Rampen sowohl von außen als auch zum Friedhof hin zugänglich sein und würden nach Abschluss der Bauarbeiten in das Eigentum der Gemeinde Plaus übergehen. De facto finanziert die Gemeinde also indirekt den Kirchenneubau mit (man geht von einer Summe von rund 200.000 Euro aus), indem sie die Kosten für die Errichtung diese Räumlichkeiten zur Aufbahrung bzw. für die Friedhofsbelange im Kellergeschoss übernimmt. Somit würde sie für ihren Zuständigkeitsbereich „Friedhof“ über eigene Strukturen verfügen und wäre nicht nur auf die Auf­bahrungsmöglichkeiten in der alten Kirche angewiesen. Eine weitere Bedingung besagt, dass die Pfarrei und die Wettbewerbskommission den Gemeinderat kontinuierlich informieren und ihn an der Projektauswahl beteiligen müssen. Die endgültige Entscheidung über die Mitfinanzierung vonseiten der Gemeinde trifft der Rat nach Vorlage des Siegerprojektes und einer eventuellen Bürgerbefragung.  Oskar Telfser
Oskar Telfser
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