Die ökologisch unbedenkliche Spielart des Golf: Bauerngolf, hier siegreich gespielt von Johannes Dietl, Leiter des Nationalparkhauses „aquaprad“.

Kleiner Gipfel am Kaunergrat

Publiziert in 36 / 2012 - Erschienen am 10. Oktober 2012
„Gemeinsam Grenzen überwinden“ war das Motto, das 160 ­lokale Veranstaltungen in 40 Ländern am 21. September in ganz Europa ­umzusetzen versuchten. Fließ - Der erste European ­Cooperation Day - koordiniert vom INTERACT-Programm, unterstützt vom Ausschuss der Regionen sowie dem Euro­päischen Parlament - wurde vom Interreg Rat „Terra Raetica“ im Naturparkhaus Kaunergrat in der Gemeinde Fließ organisiert. Die Gemeinde Laas war unter anderen mit Bürgermeister Andreas Tappeiner, Vorsitzender des Interreg Rates „Terra Raetica“, vertreten. Laas hat seit Juni 2012 ein neues Interreg-Projekt dingfest gemacht und wird bis 2015 mit der Gemeinde Tarrenz den Erz- bzw. den Marmorabbau ins Zentrum des Projektes stellen. Für den Prader Bürgermeister Hubert Pinggera ging es um mögliche Kontakte, die in Zukunft für ein etwaiges Interreg-Projekt interessant sein könnten. Ob die Prader Sand, die Burgruine Lichtenberg oder das Radwegenetz im Projekt-­Zentrum stehen werden, ist noch offen. Seit 2009 verwirklichte die Gemeinde Mals mit dem Interreg-IV Projekt „Diversicoltura - Biodiversität in der Kulturlandschaft“ Projekte und Veranstaltungen, wie z.B. die Teilsanierung des Oberwaales und verschiedene Veranstaltungen zur Biodiversität der Kulturlandschaft Hoache, was die Mitglieder der gleichnamigen Arbeitsgruppe, Joachim Winkler und Kurt Kusstatscher, gemeinsam mit dem Malser Bürgermeister Ulrich Veith ins Naturparkhaus Kaunergrat brachte. Anwesend waren zahlreiche Mitglieder der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung (GWR) - wie Gustav Tschenett, Friedrich Sapelza und Markus Joos - auch Vertreter des Nationalparkhauses „aquaprad“ mit Leiter Johannes Dietl sowie der Außenamtsleiter des Nationalparks Stilfserjoch, Hanspeter Gunsch. Ähnlich wie in Mals, brachten die Veranstaltungen im Naturparkhaus Kaunergrat Kinder zum Nachdenken, wie der Geschäftsführer Ernst Partl anhand des Projektes rund um das Thema Bär erklärte. Laut Partl sei es wünschenswert, in Zukunft enger zusammenzuwachsen. Die Naturparkregion Kaunergrat weist den höchsten Anteil an ursprünglich erhaltener Kulturlandschaft Tirols auf und bewirtschafttet nahezu 100 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche im Rahmen des „Österrei­chischen Programmes zur Erhaltung einer umweltgerechten Landwirtschaft“. Die dort vorkommenden 1.000 Schmetterlingsarten seien ein Besonderheit, die den ­Trockenrasen zu verdanken seien, so Partl. Deswegen habe man an die Vermarktung von Ziegenkäse gedacht – ein Projekt, das sich nicht durchsetzen konnte. Solche Vorhaben, wie die vor allem regelmäßige Produktion von hochwertigem Ziegenkäse, seien mit Hilfe von größeren Herden und grenzüberschreitenden Strukturen leichter zu verwirklichen, erklärte Partl. Katharina Hohenstein
Katharina Hohenstein
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