Die „Mähtruppe“ in den „Schgumser Mösern“, die ein einzigartiges Beispiel einstiger Kulturlandschaft sind.

Mähaktion

Publiziert in 45 / 2013 - Erschienen am 18. Dezember 2013
Tschengls/Laas - Mitglieder der Umweltschutzgruppe ­Vinschgau führten kürzlich in den „Schgumser Mösern“ eine Mähaktion durch. Die Arbeiten sind notwendig, um die fortschreitende Verbuschung des Feuchtgebietes hin zu einem Erlenwald zu unterbinden. Das heutige Mosaik aus verschiedenen Feuchtlebensräumen ist bedingt durch die unterschiedliche Nutzung der „Schgumser Möser“ in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten. Am empfindlichsten ist die Feuchtwiese, auf der im Frühjahr viele Orchideen wachsen. „Ohne die regelmäßige Mahd würden diese sehr bald verschwinden. Auch die ausgedehnte Schilffläche ist zu mähen, um sie zu erhalten und das Feld nicht den Moorweiden und schließlich den Erlen zu überlassen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Mähgut wurde abtransportiert und wird im Frühjahr der Kompostierung zugeführt. Durch die Aktion, die finanziell vom Amt für Landschaftsökologie unterstützt wird, kann auch ein Teil der Vereinstätigkeit der Umweltschutzgruppe bestritten werden. Das Sumpfgebiet der „Schgumser Möser“ stellt den allerletzten Rest der ehemaligen „Laaser Möser“ dar, die ursprünglich den ebenen Talboden zwischen Laas, Eyrs und Tschengls einnahmen. Es verdankt seine Intaktheit dem Umstand, dass es über Jahrzehnte im Besitz des Militärs war und seit 2008, nicht zuletzt durch den Einsatz der Umweltschutzgruppe, als Biotop ausgewiesen wurde. red
Redaktion
Vinschger Sonderausgabe

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