Die Gemeinde Mals (im Bild ein Blick auf Burgeis) ist seit dem 12. Oktober Mitglied der Dachmarke „Alpine Pearls“.

Mals gehört zu den „Perlen“ in den Alpen

Publiziert in 38 / 2014 - Erschienen am 29. Oktober 2014
Einstimmig als neues Mitglied aufgenommen. Joachim Theiner: „Davon profitieren alle.“ Ratschings/Mals - Erholung und aktiver Umweltschutz Hand in Hand. Das ist das Motto der Dachmarke „Alpine Pearls“. Unter dieser Marke sind 29 Urlaubsziele im gesamten Alpenraum vereint. Eine neue „Perle der Alpen“ ist seit dem 12. Oktober die Gemeinde Mals. Einstimmig wurde bei der drei­tägigen Mitgliederversammlung von „Alpine Perals“, die heuer in der „Perle“ Ratschings stattgefunden hat, Mals als neues Mitglied aufgenommen. „Es ist schon eine große Freude und Ehre, wenn unsere Gemeinde nun im gleichen Atemzug mit Arosa, Bad Reichenhall, Berchtesgaden und anderen bekannten Sommer- und Winterdestinationen genannt wird,“ stimmen der für den Tourismus zuständige Gemeindereferent Joachim Theiner und Bürgermeister Ulrich Veith überein. Sie hatten ihre Gemeinde bei der Mitgliederversammlung vorgestellt. Bereits vor einiger Zeit war die Gemeinde Mals von Seiten der Südtiroler „Perlen“ (Moos in Passeier, Ratschings, Villnöß, Tiers sowie Karneid-Steinegg) ersucht worden, sich als Mitglied zu bewerben. Zwei Tage lang hatte Joachim Theiner zwei Vorstandsmitglieder im Vorfeld der Versammlung durch die Gemeinde geführt. In Mals hat sich in den vergangenen Jahren vieles getan Worauf bei „Alpine Perals“ besonders Wert gelegt wird, sind innovative, nachhaltige und klimaschonende Tourismus-Angebote. „In diesem Bereich hat sich in Mals in den vergangenen Jahren vieles getan“, so der Tourismusreferent. Er verweist unter anderem auf die Energieautarkie, die mit der Errichtung von Wasserkraftwerken und Photovoltaikanlagen erreicht werden konnte, auf die nachhaltige Mobilität und die Aufwertung der Dorfkerne. In punkto Mobilität biete Mals gute Voraussetzungen: „Wir haben die Vinschgerbahn, eine stündliche Postbus-Verbindung in der Schweiz, eine Busverbindung mit Nauders und Landeck und einen gut funktionierenden Citybusdienst, der alle Fraktionen ausreichend bedient.“ Bezüglich der Mobilität wünscht sich der Tourismusreferent, dass die Vision einer Bahnverbindung mit der Schweiz nicht fallen gelassen wird. Eine direkte Anbindung an das Bahnnetz in der Schweiz wäre ein gewaltiger Quantensprung für den gesamten Vinschgau, ja für das ganze Land. Beeindruckt gezeigt hätten sich die „Alpine Pearls“-Vertreter auch von der Fußgängerzone im Hauptort, der Aufwertung der Dorfkerne, auch in den Fraktionen, sowie den Bemühungen, alte Bausubstanz neu zu nutzen. Punkten kann die Gemeinde Mals nicht zuletzt auch mit der Natur- und Kulturlandschaft. Offiziell in das Netzwerk „Alpine Pearls“ aufgenommen wird Mals ab dem 1. Jänner 2015, und zwar zeitgleich mit der Destination Les Diablerets im französisch-sprachigen Kanton Waadt/Vaud, die ebenfalls als neues Mitglied aufgenommen wurde. Bekanntheitsgrad wird merklich steigen Bürgermeister Ulrich Veith und Referent Joachim Theiner sind überzeugt, dass der Bekanntheitsgrad der Gemeinde Mals dank der „Alpine Pearls“-Mitgliedschaft merklich steigen wird. Der einmalige Beitrag von 8.000 Euro sowie der jährliche Mitgliedsbeitrag von 12.000 Euro seien mehr als nur gut investiert. „Der einzige Bereich, in dem noch viel Potential steckt, ist der Tourismus“, ist Theiner überzeugt, „speziell im Obervinschgau.“ Von der Mitgliedschaft könnten aber alle profitieren, der Tourismus ebenso wie der Handel und das Handwerk. Ausschlaggebend seien die Nutzung regionaler Stärken und eine noch weitere Steigerung der Qualität im Tourismus. Dass die Gemeinde Mals den Ansprüchen von „Alpine Pearls“ in einem hohen Grad entspricht, wurde bei der Versammlung in Ratschings mehrfach unterstrichen: „Die Gemeinde Mals bildet mit ihren 10 Fraktionen die zweitgrößte Gemeinde Südtirols. Der regionaltypische, ästhetische Ort ist durch die Vinschgerbahn über Schlanders nach Meran und Bozen mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Umfangreiche Verkehrsberuhigungsmaßnahmen sowie eine Fußgängerzone zeichnen den Ort ebenso aus wie das vielfältige Wander- und Radangebot im Sommer und der sanfte Wintertourismus.“ 29 „Perlen“ in 6 Ländern Bei den 29 „Perlen“ im Alpenraum handelt es sich um exklusive Urlaubsdestinationen in Frankreich, der Schweiz, Österreich, Deutschland, Slowenien und Südtirol. Die Südtiroler „Perlen“ bemühen sich um ein stärkeres Marketing seitens der SMG (Agentur Südtirol Marketing). Gespräche dazu sind im Gang. Dem Netzwerk „Alpine Pearls“ ist es schon seit Gründung im Jahr 2006 ein Anliegen, den Gästen stressfreie Urlaubsangebote zu bieten. „Alpine Pearls“ ist übrigens eines der Ergebnisse der zwei EU-Projekte Alps Mobility und Alps Mobility II des Öster­reichischen Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft. Wer in einer der „Perlen“ seinen Urlaub verbringt, legt u.a. Wert auf umweltfreundliche Mobilitätslösungen vor Ort und eine stressfreie Fortbewegung. Indirekt leistet er auch einen Beitrag zur Bewahrung einer intakten Umwelt und zum Klimaschutz. Der Gemeinderat von Mals hatte sich am 30. September bei nur einer Gegenstimme für einen „Alpine Perals“-Beitritt ausgesprochen. „Pestizidfreie Gemeinde“ wäre ein gewaltiger Schritt Auf die Frage, wie er die so genannte Pestizid-Debatte in Mals aus touristischer Sicht bewertet, meinte Joachim Theiner: „Wir müssen jetzt zunächst schauen, inwieweit der mehrheitliche Wille der Bevölkerung gesetzeskonform umgesetzt werden kann. Eines ist für mich klar: Wenn es gelingt, Mals als ‚pestizidfreie Gemeinde’ kommunizieren zu können, wäre das ein gewaltiger Schritt und ein Alleinstellungsmerkmal mit riesigem Potential für unsere Gemeinde und den ganzen Vinschgau.“ Sepp
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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