Senator Alois Kofler, Abt Bruno Trauner, das Ehepaar Biedenkopf und Landeshauptmann Luis Durnwalder auf dem Weg zur Krypta mit ihren weltberühmten romanischen Fresken.

„Marienberger Klausurgespräche“ mit Kurt Biedenkopf

Publiziert in 9 / 2005 - Erschienen am 12. Mai 2005
Die zehnte Auflage der „Marienberger Klausurgespräche“ wurde mit einem prominenten Gastredner begangen. Univ. Prof. Kurt Biedenkopf, der Altministerpräsident des neuen deutschen Bundeslandes Sachsen, hielt den Festvortrag zum Thema „Zeit“. Der bekannte deutsche Politiker ließ seine Zuhörer – Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft – mit einigen provokanten Aussagen aufhorchen. Die moderne Beschleunigungsgesellschaft müsse den Lebensrhythmus wieder auf eine des Menschen zeitgemäße Geschwindigkeit bringen. Sie müsse sich die Zeit nehmen, die Zukunft zu planen, denn sonst werde sie bald keine Zukunft mehr haben. Entscheidungen müssten auch im Hinblick auf ihre Nebenwirkungen bedacht werden. Sonst sei man gezwungen, unerwartete Nebenwirkungen zu beseitigen. „So entsteht ein Entscheidungsdruck, der keine Zeit zum gründlichen Nachdenken lässt“, sagte Univ. Prof. Biedenkopf. Karl Golser, Präsident des Kuratoriums „Marienberger Gespräche“, dankte dem Altministerpräsidenten von Sachsen für seine Ausführungen, die ein wertvoller Beitrag zur zehnten Auflage der Klausurgespräche im Kloster Marienberg oberhalb Burgeis gewesen seien. Bei dieser Veranstaltung, die im Jahr 1992 ins Leben gerufen wurde, werden aktuelle Themen ausführlich behandelt. Nach den Vorträgen der Fachleute bietet sich für die Teilnehmer die Möglichkeit zur intensiven Diskussion. Der Gastgeber, Abt Bruno Trauner, wünschte sich, dass die „Marienberger Gespräche“ weiter fortgesetzt würden und damit vom Kloster wichtige Impulse für die Entwicklung der Gesellschaft ausgingen.

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