Netzübernahme nicht „vergällen“

Publiziert in 25 / 2012 - Erschienen am 27. Juni 2012
Vinschgau - Mit dem Bestreben, das ehemalige ENEL-Stromnetz, das seit einiger Zeit der SELNET gehört, zu übernehmen, sind die Vinschger Gemeinden etwas ins Schwimmen geraten. So umschrieb Bezirkspräsident Andreas Tappeiner bei der jüngsten Bezirksratssitzung die Probleme, die aufgetreten sind. „Es geht nicht an, die Regeln während des Spiels zu ändern und zu versuchen, die Gemeinden von der Netzübernahme abspenstig zu machen,“ so Tappeiner. Er nannte das Hochspielen des Übernahmpreises, etwa mit der geforderten Ablöse von Leitungen, die mittlerweile von der SEL errichtet wurden. Der Wille, das Netz zu übernehmen, sei nach wie vor da, aber ohne politischen Druck auf SEL und SELNET werde eine Umsetzung schwierig. Den Schlüssel zur Lösung sieht Tappeiner in einer tatsächlichen Neuausrichtung der SEL. Auf kein Zeitspiel mehr einlassen wolle man sich auch in Sachen Marteller Konzession. Die Vorbereitungen auf den Prozess, bei dem im Herbst vor dem Wassermagistrat in Rom der Rekurs gegen die Konzessionsvergabe an die HYDROS - 60% SEL und 40% EDISON (mittlerweile EDF) - behandelt wird, laufen. Auf die derzeit schwierige Lage bezüglich der Netzübernahme informierte unlängst auch VEK-Präsident Albrecht Plangger den Marteller Gemeinderat. Der Landtagsabgeordnete Sepp Noggler kämpft indessen im Landtag für die Interessen des Vinschgaus. sepp
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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