Neue Wertediskussion

Publiziert in 20 / 2012 - Erschienen am 23. Mai 2012
Tschars - Mauern zwischen traditionellen Verwaltungsbereichen sind abzureißen und eine neue Wertediskussion ist zu führen. Darin sieht Karl Tragust die großen Herausforderungen des Sozialwesens in Südtirol, das sich im Umbruch befindet. Tragust, der über 20 Jahre lang Abteilungsdirektor für das Sozialwesen in der Landesverwaltung war und nunmehr als Flüchtlingsbeauftragter des Landes sowie als Präsident der Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung tätig ist, war Gastreferent beim Klaustreffen, das der KVW-Bezirk Vinschgau kürzlich in Tschars veranstaltet hat. Zumal die öffentlichen Geldmittel immer knapper werden und die Bedürfnisse der Bürger steigen, speziell auch aufgrund der zunehmenden Lebenserwartung, zeichnen sich laut Tragust neue Entwicklungen, Hand in Hand damit aber auch neue Herausforderungen ab: „Es gibt vieles neu zu denken und man sollte das Denken nicht verlernen.“ KVW-Bezirksobmann Heinrich Fliri sagte, dass der KVW in punkto Sozialwesen auch in Zukunft mit „Problembewusstsein und Kompetenz mitdiskutieren will.“ Das Treffen diente als Vorbereitung der Bezirksversammlung im Herbst. Über ein bedarfsgerechtes Mindesteinkommen wurde ebenso diskutiert wie über die Zusammenführung des regionalen Familiengeldes mit jenem des Landes, einen neuen Mindest­sicherungsfonds und über weitere aktuelle Themen.
Redaktion
Vinschger Sonderausgabe

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