Marylin Egger verliest den Brief, neben ihr Gustav Tschenett; im Vordergrund die Wecker als besonderer Gag.

Nicht Minuten zählen, sondern…

Publiziert in 44 / 2012 - Erschienen am 5. Dezember 2012
Mals - Bei einer Pressekonferenz im Oberschulzentrum in Mals haben Vertreter der Lehrer und der Schüler sowie Direktor Gustav Tschenett ganz klar Stellung bezogen für ihre Arbeit, die unzählige Minuten oder Stunden zählt und gegen das Reduzieren wichtiger Bildungsarbeit auf Stunden, Minuten, Sekunden, wie es jüngst Landesrat Thomas Widmann zu tun pflegt, wenn es um eventuelle Sparmaßnahmen im öffentlichen Dienst geht. „Wir bieten etwa Unterricht am Abend an für die Sportoberschüler, die wegen ihres Trainings den regulären Unterricht nicht besuchen können“, so die Lehrer Thomas Strobl und Marylin Egger: „Eine Einheit umfasst 60 Minuten“. Direktor Tschenett betont, dass wertvolle Lehrerarbeit nicht auf Minuten reduziert werden könne; die Debatte sei so nicht ziel­führend. Er wisse genau, was seine Lehrer täglich leisten und honoriere dies. Besorgt zeigten sich die zwei Schülerinnen Lisa Stocker und Lena Trau, dass außerschulische Tätigkeiten gestrichen würden. „Wir schätzen die Arbeit unserer Lehrer sehr“. Strobl ergänzte, dass der Arbeitstag eines Lehrers nicht nach dem Unterricht ende, sondern nach Korrektur und Vorbereitung am Abend. Ein offener Brief der Lehrer, des Direktors und der Eltern- und Schülervertreter an die Landesräte Widmann und Sabina Kasslatter Mur sowie an den Schulamtsleiter wurde vorgelesen. Der Brief ist unter www.oberschulzentrum-mals.it nachzulesen. dany
Daniela di Pilla
Daniela di Pilla
Vinschger Sonderausgabe

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