Viel Beifall für die Seniorentanzgruppe mit Leiterin Waltraud Spechtenhauser ( 3. von rechts).

Nun wird Altwerden erst schön

Publiziert in 20 / 2012 - Erschienen am 23. Mai 2012
Vier Bürgermeister und Generationen von Martellern haben ihr Herzblut für Planung und Bau des Sozial- und Kulturzentrums eingesetzt. Martell/Meiern – Im „Schianbliamltal“ ist der Zusammenhalt der Generationen nicht nur Wunschvorstellung, sondern täglich gelebte Realität. Die ­Voraussetzungen, in Würde und Wertschätzung alt zu werden, wurden durch den Bau des So­zial- und Kulturzentrums mitten in Martell Dorf geschaffen. Unweit von Kirche, Bürgerhaus, Rathaus und Bank „an einem sonnigen Platz“ geben sich nun die Generationen die Klinken in die Hand. 30 Jahre lang haben sich Bürgermeister Erwin Altstätter, Erich Grassl, Peter Gamper und derzeit Georg Altstätter aus ihrer jeweiligen Sichtweise und Einstellung heraus um das Zentrum bemüht. Die lange Zeit hat immerhin dazu geführt, dass Bibliothek, Arztambulatorium, Schulausspeisung, Räume für den Seniorenclub, für die Seniorenwohngemeinschaft, Wohnungen für die Senioren und seit kurzem – im Vinschgau einmalig – auch ein Chronistenraum zur Verfügung stehen. Dass der Zusammenhalt der Generationen in Martell kein leerer Begriff ist, machte die Segnungsfeier mit Pfarrer Alois Wallnöfer am Sonntag, 20. Mai, nachdrücklich bewusst. Bürgermeister Georg Altstätter und Moderator ­Leander Regensburger konnten mit Darbietungen der Kindergartenkinder, Grundschulkinder, junger Musiker, Volkstänzer, Musikanten und Seniorentanzgruppe den Ehrengästen ein lebendiges Bild des Marteller Dorflebens vermitteln. Sozial­landesrat Richard Theiner stellte fest: „Der Bau mitten im Dorf, an einem würdigen Ort, zeugt von der Wertschätzung älterer Mitbürger. Schließlich haben sie unser Land aufgebaut.“ Landtagsabgeordneter Sepp Noggler sprach der Arbeitsgruppe Sozialzentrum ein Kompliment aus. Bürgermeister Altstätter, Ida Altstätter, Margit Fleischmann, Heidi Gamper, Daniela Gluderer, Florina Eberhöfer, Hildegard Spechtenhauser, für die Grundschule Brigitta Kuenz und für den Seniorenclub Regina Gardetto hatten durch ihren Einsatz für das Sozialzentrum das verwirklicht, was Pfarrgemeindepräsident Peter Wachter aus dem Brief an die Galater vorlas: „Solange wir noch Zeit haben, wollen wir den Menschen Gutes tun.“ Günther Schöpf INFO Sozialzentrum Martell Das Sozialzentrum in Martell wurde nach den Plänen von Architekt Erwin Gerstgrasser (Naturns) gebaut. Die Kosten von 3,192 Millionen Euro wurden zu 65 Prozent durch Beiträge des Landes, zu 31 Prozent mit Eigenmitteln der Gemeinde und zu 4 Prozent über ein Darlehen gedeckt. Die Koordination mit dem Bereich Altenbetreuung lag in den Händen von Martin Schönauer, Amt für Senioren.
Günther Schöpf
Günther Schöpf

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