Hanspeter Gunsch

Park-Gremien im „Tiefschlaf“

Publiziert in 36 / 2012 - Erschienen am 10. Oktober 2012
Martell – Die „normalen“ Tätigkeiten werden zwar durchgeführt, aber sonst tut sich in punkto Nationalpark seit rund 2 Jahren wenig. Der Druck der Bevölkerung wächst, nicht zuletzt in Martell. Die Hoffnungen auf eine baldige eigenständige Verwaltung des Südtiroler Parkanteils haben sich zerschlagen. Die Gründe für die derzeitige Situation sind vielschichtig und teils auch politischer Natur. Eines der größten Probleme ist, dass Staatspräsident Napolitano das Ministerialdekret zur eigenständigen Verwaltung nicht gegengezeichnet hat. Dass die Politik in Rom derzeit ganz andere Probleme hat, liegt auf der Hand. Nicht funktionstüchtig - obwohl ernannt - ist auch der Südtiroler Führungsausschuss. Er müsste vom Parkrat eingesetzt werden, der aber seit einiger Zeit verfallen ist. Dass der Staat auch beim Park den Rotstift angesetzt hat und weiter ansetzt, kommt erschwerend hinzu. Senator Manfred Pinzger sieht wenig Hoffnung, dass die eigenständige Parkverwaltung noch innerhalb der laufenden Legislaturperiode durchgesetzt werden kann. Was man vor allem in Martell hofft, ist, dass die Rotwildentnahme fortgesetzt wird. Wie Hanspeter Gunsch, der Leiter des Nationalpark-Außenamtes in Glurns, kürzlich bestätigte, werde versucht, die Entnahme auch heuer durchzuführen und zwar als kurzfristige Übergangslösung im Rahmen eines mehrjährigen Entnahme-Programms, an dem derzeit gearbeitet werde. sepp
Josef Laner
Josef Laner
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