Partei unter ­Hochspannung

Publiziert in 13 / 2013 - Erschienen am 10. April 2013
Falls sie sich überhaupt noch dazu auf­raffen, an der Basiswahl teilzunehmen, werden viele SVP-Mitglieder wohl mit gemischten Gefühlen im Bauch zu den Urnen gehen, um den SVP-Spitzenkandidaten für die Landtagswahlen zu bestimmen. Diese Basiswahl stand eigentlich nie unter guten Vorzeichen. Wenn man schon wählen soll, müsste auch eine ausreichende Auswahlmöglichkeit gegeben sein. Zunächst sah es so aus, als käme es zu einem Duell zwischen Parteiobmann Richard Theiner und Gemeindenverbandspräsident Arno Kompatscher. Dann kam auch Landesrat Elmar Pichler Rolle dazu. Theiner zog seine Kandidatur am 2. April zurück und seither stehen nur mehr ­Kompatscher und Pichler Rolle im Ring. Also schon wieder „nur“ ein Duell, und schon wieder ein Duell ohne Frau. Unter Strom steht die anstehende Basiswahl nicht nur wegen des famosen Facebook-Eintrages von Kompatscher, den Theiner als „infamen Übergriff“ seiner Person gegenüber bezeichnete, sondern auch weil es im Hintergrund tatsächlich um Strom geht. Sprich um den SEL-Skandal und seine Auswüchse. Als Theiner den Landeshauptmann am 2. April offen mit der Energiefrage konfrontierte, kam es zum Bruch. Theiners Vorschlag, die „SEL-Sache“ noch vor den Landtagswahlen einer Lösung zuzuführen und die SEL radikal umzubauen, stieß bei Durnwalder auf harsche Gegenreaktion. Man darf gespannt sein, was sich bis zu den Wahlen im Herbst noch tut. Energiegeladen ist nicht nur die SVP. redaktion@dervinschger.it
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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