Singendes Polit-Spektakel beim MGV Ball in Schlanders

Politik zwischen Wellnesshotel und Würstlstandl

Publiziert in 4 / 2006 - Erschienen am 22. Februar 2006
Schlanders – Wie immer im Trend, spritzig, ab und zu spitzig, vielleicht nicht mehr so Tal übergreifend, aber immer musikalisch und gesanglich gefällig war der Ball des Männergesangvereines Schlanders im Kulturhaus. Wie immer war das von Theaterguru Konrad Lechthaler inszenierte gesellschaftliche Vor-Faschingsereignis des Vinschgaus binnen Minuten ausverkauft. Aufhänger war der Einkauf der Gemeinde Schlanders in Schlandersberg. Daraus wurde die Kulisse mit dem 7-Sterne Wellnesshotel geschaffen. Dort traf Hans Hinterseer ein und wurde gleich nach seinen Kenntnissen des „Mammelle-Liedes“ getestet. Ein lernbegieriger Pinzger wurde in die Fürstensuite und der „Arrivederci Roma“ singender Kofler in die Dependance eingewiesen. Im Vinschger Zug hin und her fuhren Mobilitätslandesrat Thomas und Bautenkollege Florian. Die Töll-Umfahrung, die „Knoblauch-Studie“ und der „Hoader-Windradl-Strom“ für den Vinschger Zug waren Diskussionsstoff. Am Würstelstandl der Resi wurde internationale Schlanderser Gemeindepolitik gemacht. Ein Göflaner Halbzeit-Assessor trat mit der Vizebürgermeisterin im Indianerlook auf. Scheich „Hadschi Halef Omar usw. Bin Lasa“ war „geschlechtlich“ in Schlanders unterwegs und der Vinschger mit den fünf harten P, „Peter-Paul-Pohl-Pig-Poss“, war auch dabei. Der Latscher Bürgermeisters Weiss, der seinen atemlosen Vorgänger auf dem Rennrad abgehängt hatte, war vom Reinhard Pedross in die bessere Luft nach Schlanders eingeladen worden. Im Massageraum brachten die zupackenden Frauenhände von Chorleiterin Sybille Pichler schonungslos die Ängste der Männer zutage.
Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.