Die Schäden sind gewaltig.

Schäden in Millionenhöhe

Publiziert in 36 / 2013 - Erschienen am 16. Oktober 2013
Rund 30 Hektar Obstbauflächen zerstört. ­Härtefälle werden herausgefiltert. Kortsch - Die Natur ist eine Variable, mit der im Obstbau immer zu rechnen ist. Abgesehen von Hagel und Frost gibt es auch unerwartete Ereignisse, gegen die man völlig machtlos ist. Zu einem solchen kam es in der Nacht auf den vergangenen Freitag in der Kortscher Wiesen und in Allitz. Es war kein schönes Bild, das sich am 11. Oktober in der Früh in einigen Obstbauflächen bot. Ein Windsturm hatte nicht nur einzelne Reihen von Apfelbäumen, sondern teilweise sogar großflächige Anlagen buchstäblich zu Fall gebracht. Seinen Teil dazu getan dürfte auch der Schnee haben. Am Morgen lagen ca. 30 Zentimeter Schnee. Mit Hagelnetzen geschützte Anlagen gingen ebenso zu Boden wie solche ohne Netze. Um sich ein Bild von den gewaltigen Schäden zu machen, gab es am Wochenende mehrere Begehungen. Landesrat Richard Theiner hatte die zerstörten Anlagen bereits am Freitag besichtigt. Am Sonntag waren es unter anderen Landeshauptmann Luis Durnwalder, die Bauernbundspitze mit Obmann Leo Tiefenthaler und Direktor Siegfried Rinner, der Direktor der Landesabteilung Landwirtschaft, Martin Pazeller, der Leiter des Bezirksamtes für Landwirtschaft Schlanders, Markus Joos, der Landtagsabgeordnete Sepp Noggler sowie Vertreter der VI.P, des Beratungsringes und betroffene Bauern, welche die Anlagen besichtigten. Laut dem Bauernbundbezirksobmann Andreas Tappeiner ist davon auszugehen, dass insgesamt rund 30 Hektar an Obstbauflächen zerstört wurden. Die Schäden gehen weit über einen einmaligen Ernteausfall hinaus. Abgesehen davon, dass jetzt viel Räumarbeit ansteht, sind die betroffenen Flächen völlig neu anzulegen. Der Aspekt der Versicherung ist laut Leo Tiefenthaler noch abzuklären. Auch wenn die Versicherung gegen Windwürfe greift, würde im besten Fall lediglich die Ernte vergütet, nicht aber der Schaden, der an den Anlagen selbst entstand und der einen mehrjährigen Ernteausfall zur Folge hat. Ersten Schätzungen zufolge dürften sich die Strukturschäden zusammen mit dem Ernteausfall laut Tappeiner auf insgesamt ca. 2,5 Millionen Euro belaufen. Nun gehe es darum genaue Erhebungen vorzunehmen und mögliche Härtefälle herauszufiltern. „Sollten die Schäden für einzelne Bauern existenzbedrohend sein, könnte für diese Fälle mit einer Unterstützung seitens des Landes gerechnet werden“, so Tappeiner. Auch der Landeshauptmann äußerte sich in diesem Sinn. Zusätzlich zu den Schäden in den Kortscher Wiesen und in Allitz gab es auch kleinere Schäden in Schluderns sowie in Martell und Matsch, wo Überdachungen zerstört wurden. Sepp
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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