Im Bild (von links): Dieter Pinggera, Marjan Cescutti, Bruno Hosp. Heinrich Kofler, Josef Mair, Karl Grasser, Ivo Muser, Luis Durnwalder und Josef Matzneller.

Schlanders grüßt seine Ehrenbürger

Publiziert in 42 / 2012 - Erschienen am 21. November 2012
Festakt für Dekan Josef Mair, den Künstler Karl Grasser und den Alt-Bürgermeister Heinrich Kofler. Schlanders - „Sie haben sich alle um das Wohl der Gemeinschaft verdient gemacht und unsere Marktgemeinde Schlanders geprägt.“ Mit diesen Worten hieß Bürgermeister Dieter Pinggera am Freitagabend im Kulturhaus die drei neuen Schlanderser Ehrenbürger willkommen: den akademischen Bildhauer Karl Grasser, Dekan Josef Mair und den ehemaligen Bürgermeister Heinrich Kofler. Der Gemeinderat hatte am 13. September diesen drei Persönlichkeiten die Ehrenbürgerschaft verliehen. Auf das Leben und Wirken von Karl Grasser ging Marjan Cescutti, der Vorsitzende des Südtiroler Kulturinstitutes, ein. Er hob in seiner Laudatio vor allem die Bescheidenheit, die Einfachheit sowie tiefe Menschlichkeit und Religiosität des Künstlers aus Kortsch hervor. Auch seine Werke, die weit über sein geliebtes Heimattal hinaus bekannt sind, strahlen eine Sicherheit aus, die von innen kommt. Die Laudatio für Heinrich Kofler hielt der ehemalige Landesrat Bruno Hosp. Er bezeichnete den ehemaligen „Schulmann“ und Bürgermeister Heinrich Kofler als Mann von weitem Horizont, der viel für das Schulwesen in Schlanders sowie die politische und kulturelle Entwicklung seiner Gemeinde getan hat. Sein Drang nach Wissen sei unersättlich. Kofler hat 5 Doktorate und einen Magistertitel. Als eine „markante Priestergestalt“ würdigte Generalvikar Josef ­Matzneller den Dekan Josef Mair. Er ist seit 50 Jahren Priester und wirkt seit 40 Jahren in der Gemeinde Schlanders. Mair habe einen scharfen Blick für die Strömungen in der Kirche und in der Welt. Sein Einsatz und seine Arbeitsleistung seien riesig, seine Predigten „kritisch und prophetisch.“ „Sie haben alle Großes geleistet“ Landeshauptmann Luis Durnwalder nannte die drei Geehrten als vorbildhafte Vertreter einer Generation, „die in einer Zeit, in der es nichts gab, aus unserem Land mit Fleiß, mit Mut und mit Gott- und Selbstvertrauen das gemacht haben, was Südtirol heute ist.“ Für Bischof Ivo Muser ist Dekan Josef Mair ein „Seelsorger durch und durch.“ Er sei alles andere als ein Schaumschläger. Zu Karl Grasser meinte er: „Ein Leben für die Kunst“ und zu Heinrich Kofler: „Ein Leben für die Bildung.“ Dem schlichten und würdigen Festakt wohnten viele Ehrengäste aus Politik, Schule, Kultur und Kunst bei. Auch die Bevölkerung war zahlreich vertreten. Mitgestaltet haben den Einzug und den Festakt die Musikkapelle Kortsch, ein Blechbläserensemble der Bürgerkapelle Schlanders sowie Fahnenabordnungen von Vereinen und Verbänden. Im Anschluss an einen Umtrunk wurden die Geehrten und ihr enger Familien- und Freundeskreis zu einem Festessen ins Hotel „Maria Theresia“ eingeladen. Sepp Laner
Josef Laner
Josef Laner
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