Aufmerksame (nicht nur) Laaser Bürger

"Schreiben ist lesen"

Publiziert in 1 / 2005 - Erschienen am 20. Januar 2005
Die Bibliothek von Laas wurde 1995 eröffnet. Die Statistik von 2004 besagt, dass von insgesamt 729 Lesern den größten Teil die Frauen stellen (320), gefolgt von Kindern und Jugendlichen (ca.280). Schlusslicht sind die männlichen Leser(73).Die Mitarbeiterinnen der Bibliothek unterstreichen die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den Schulen. Zur Zeit verfügt die Bibliothek über 10.300 Bücher. Seit vergangenem Samstag verfügt sie auch über einen Namen. “Bibliothek Franz Tumler”. Wer war Franz Tumler? 1912 in Gries bei Bozen geboren, wuchs er in Linz auf; seit 1954 wohnte er in Berlin, wo er 1998 starb. Mit Laas verbunden ist der Schriftsteller durch väterliche Wurzeln, durch Freundschaften und freundschaftliche Bekanntschaften. "Als er 1982 zum Ehrenbürger von Laas ernannt wurde, bedankte er sich in Form eines Gedichtes. Dieses hat nun in der Benennung der Bibliothek eine Heimat gefunden" erläuterte Wilfried Stimpfl, Vorsitzender des Bildungsausschusses Laas. Zahlreiche Werke Tumlers finden sich in einem Glaskasten neben dem Eingang der Bibliothek. Professor Elmar Locher, Freund und Laudator, erzählte aus dem Leben Tumlers - als Autor und als Person: "Schreiben ist lesen. Die Gabe eines Namens verpflichtet, die Gabe verpflichtet, genauso wie der Name verpflichtet." Lydia Kaufmann gab Anekdoten aus ihren persönlichen Begegnungen mit dem Autor zum besten. Herbert Raffeiner las aus seinen Werken. Eine ganz außergewöhnliche Umrahmung musikalischer Art boten Hermann Reissner mit seiner Frau Christine und Michael.
Sigrid Zagler
Vinschger Sonderausgabe

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