Der Bezirksausschuss beim Absingen der Landeshymne mit Kassier Markus Moriggl, Schießreferent Adalbert Ratschiller, Jugendbetreuerin Esther Tappeiner, Bataillons-Kommandeur Egon Wiesler, Bezirksmajor-Stellvertreter Martin Wielander, Bezirksmajor Peter Kaserer, Bataillons-Kommandeur Sepp Wielander, Bezirksmarketenderin Daniela Rungg, Bildungsreferent Bernhard Pircher und Ausbildungsreferent Andreas Thoma (von links).

Schützen mit neuem Selbstverständnis

Publiziert in 11 / 2013 - Erschienen am 27. März 2013
Die Grundhaltung „gegen den Zentralstaat in Rom und gegen ­Gleichmacher in Brüssel“ bleibt. Neu ist, wie man dies der Bevölkerung bewusst macht. Tartsch - Der Bezirksschützentag in Tartsch war mehr als Bilanz und Rückschau. Er war eine Mahnung, den Glauben an die Landeseinheit nicht zu verlieren, sonst „würden die Schützen überflüssig“, wie Tirols Altlandeshauptmann Wendelin Weingartner mehrfach zitierte wurde. Und es war ein Aufruf von Bezirksmajor Peter Kaserer, endlich aus der Opferrolle auszusteigen, Verantwortungen zu übernehmen und nicht müde zu werden, die Vision eines freien Landes zu vertreten. „Ein Zeichen war der Freiheitsmarsch in Bozen“, stellte Kaserer vor Vertretern der 11 Kompanien des Bataillons „Martin Teimer“ und der acht anwesenden Kompanien des Bataillons „Josef Stecher“ fest. „Die internationalen Medien haben uns auf eine Stufe mit Katalanen und Schotten gestellt und das war ein Fortschritt. Ganz im Gegensatz zu manchen lokalen Medien mit ihrer Schmutzkampagne.“ Man war sich im Vereinshaus von Tartsch der Bedeutung bewusst, als Major Kaserer den 18. Mai in Meran als „Tag der Unabhängigkeit“ ankündigte. Denn „wir haben uns in Schottland und Katalonien umgesehen und wollen uns und unsere Kultur selbstbewusst und voller Freude mit Gesang, Ziachorgelspielen, Goaßlschnölln, Schuhplattlen und einem Konzert der Gruppe Volxrock präsentieren“. Auch würden Vertretungen aus Schottland und Katalonien anwesend sein. Allen politischen Parteien werde die Möglichkeit eingeräumt, über Informationsstände ihre Vorstellungen von einem zukünftigen Südtirol zu verbreiten. „Zwar können wir uns nicht mit der DDR vergleichen, aber dort haben viele, friedlich demonstrierende Menschen etwas Unvorstellbares geschafft“, meinte Kaserer. Landeskommandant Elmar Thaler unterstrich und bekräftigte die Ausführungen des Bezirksmajors. Frieden und Freiheit seien die Grundlagen für jede Entwicklung. Ohne Freiheit drohe Stillstand. „Es war bequem für uns, still zu halten, weil der Geldsegen einen vordergründigen Wohlstand geschaffen hat“, sagte Thaler vor den Vinschger Schützen. „Jetzt aber ist das System, in das wir eingebettet waren, beim Zusammenbrechen. Nun heißt es Mut zur Verantwortung zu haben. Alles, was vorher unmöglich scheint, ist irgendwann Wirklichkeit.“ Thaler spielte damit ebenfalls auf die Wiedervereinigung Deutschlands an. Viel Zeit widmete Bezirksmajor Kaserer auch den Wertungen der Kompanien. Es wurden Ranglisten vorgestellt nach den Kriterien Stärke, Zahl der Ausrückungen, Fleiß, Ergebnisse beim Mannschaftsschießen und beim Leistungsbewerb im Auftreten und Exerzieren. Am besten abgeschnitten beim Leistungsbewerb hatte die Kompanie Taufers im Münstertal. Dafür übergab Landeskommandant ein nagelneues Parade-Gewehr an Hauptmann Tobias Wiesler. Günther Schöpf
Günther Schöpf
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Vinschger Sonderausgabe

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