Seit 40 Jahren freiwillig helfen und retten

Publiziert in 16 / 2005 - Erschienen am 25. August 2005
Die 2.300 Retter leisten nicht nur, sie bilden sich vor allem weiter, sie retten Leben und helfen, wo sie können - und sie helfen freiwillig wie vor 40 Jahren. Die Männer und Frauen des Landesrettungsvereines Weißes Kreuz sind die Säulen eines Einsatzdienstes, der in Organisation und Leistungsfähigkeit einmalig ist in Europa. Dies wurde ihnen am Samstag in Prad bei einer ungewöhnlichen Jubiläumsfeier zum 40-jährigen Bestehen von Gesundheitslandesrat Richard Theiner, Präsident Georg Rammelmair Direktor Ivo Bonamico, Amtsarzt Wunibald Wallnöfer und den zuständigen Gemeindereferenten bestätigt, dafür wurden sie auch gelobt. Kommunikation nach außen Der Bezirk Vinschgau-Burggrafenamt mit seinen neun Sektionen wollte es aber nicht bei Pflichtübungen zuständiger Politiker und Verwalter bewenden lassen. Die Verantwortlichen öffneten Tür und Tor für Besucher und Interessierte, luden zu Filmvorführungen im Nationalparkhaus „aquaprad“ ein, gaben Einblicke in die Geschichte mit einer Dauerausstellung, bauten Infostände auf und vergaßen nicht einmal den Clown zur Gaudi der jüngsten Besucher. Unfall mit „Schwerverletzten“ Höhepunkt der Veranstaltung, die mit den Unbilden des Wetters zu kämpfen hatte, war eine Schauübung, bei der ein Personenauto frontal mit einem Schwerfahrzeug zusammen geprallt war. Einsatzwagen und Notarzt mussten ausrücken. Die Atemschutztruppe der Feuerwehr Prad konnte die Verletzten nur mit Bergescheren befreien und den Fahrzeugbrand mit Schaumlöschern bekämpfen. Notärztin Bettina Skocir hatte zwei Schwerverletzte zu stabilisieren, der Nofallseelsorgedienst musste den traumatisierten Fahrer des Schwerfahrzeuges betreuen. Die Experten der „realistischen Unfalldarstellung“ (RUD) hatten schwere Gesichts- und Beinwunden eindrucksvoll echt dargestellt. Übungen, die Leben retten Für 13 Mannschaften aus neun Sektionen hatten Bezirksleiter Egon Eberhöfer (Martell), Dienstleiter und Hauptorganisator vor Ort, Klaus Obwegeser, und Landesausbildungsleiter Reinhard Mahlknecht den ersten Leistungswettbewerb mit fünf anspruchsvollen Prüfungen zusammengestellt – sozusagen als Pilotprojekt. Die Gruppenleiter der Dreiermann/frauschaften konnten dafür ein Mitglied für den Fahrtest, die Gerätekunde und die schriftliche Aufgabe benennen und mussten anschließend gemeinsam zwei praktische Übungen absolvieren, darunter die Grund- und Erweiterungsübungen des AED (automatische externe Defibrillation) für nicht Eingeweihte die Wiederbelebung, und die Bergung mit Erstversorgung eines Motorradfahrers.
Günther Schöpf
Günther Schöpf

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