Arthur Spechtenhauser und Dekan Rudolf Hilpold studieren das Model der Hotelerweiterungen bis hin zum Friedhof.

Sicherheit für Radfahrer und Ruhe für die Toten

Publiziert in 4 / 2013 - Erschienen am 6. Februar 2013
Durch die „Winterbrugg“ rückt Naturns enger zusammen. Durch die ­Tourismuszone Sonnenhof-Prokulus gibt sich Naturns ein neues Dorfbild. Naturns - Bürgermeister ­Andreas Heidegger versuchte aufs Tempo zu drücken. Obwohl Urbanistikreferent Zeno Christanell dem Gemeinderat nicht zum ersten Mal das Projekt einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke präsentiert hatte, wollten die Räte aller politischer Gruppierungen noch eine Vertiefung. Christanells Nebensatz, dass man Fahrräder über die neue Brücke allenfalls schieben dürfe, brachte die Diskussion erst richtig in Schwung. Franz Gritsch (BürgerUnion) wollte vor der Eintragung in den Bauleitplan geklärt haben, wer nun wie die neue Brücke nutzen darf. Die endgültige Klassifizierung erfolge in Absprache mit Landesstraßendienst und der Südtiroler Bahnanlagen AG, antwortete ­Christanell und wies auf Neuerungen hin. So würde am nördlichen Brückenzugang(Bereich Gustav Flora-Straße) eine Abrundung den LKW‘s das Einbiegen erleichtern. Entsprechend würden Zebrastreifen und Radfahrer- bzw. Fußgängerbereich erweitert. Die bestehende Brücke werde statisch gesichert und dann um die einstigen Gehsteige verbreitert. Radfahrer würden auf der Winterbrücke keine eigene Fahrrinne bekommen, sondern sich in den Verkehr integrieren müssen; könnten aber vom Sportplatz kommend auf der rechten Seite bleiben. Hans Unterthurner und Vizebürgermeister Helmut Müller waren der Meinung, dass es die Zusage des Landes brauche, auf der bestehenden Brücke die nötigen Baumaßnahmen auch durchzuführen. Zum Projekt mit Kosten in Höhe von 350.000 Euro meldeten sich noch Wolfgang Stocker (Die Freiheitlichen), Astrid Pichler, Christa Klotz und Hermann Wenter (alle SVP) zu Wort. Einstimmig wurde die neue Brücke in den Bauleitplan eingetragen; mit einer Enthaltung (W. Stocker) wurde dann auch das Vorprojekt genehmigt. Nicht um Verkehrsberuhigung, sondern um die Ruhe der Toten im angrenzenden Friedhof ging es bei der Ausweisung der Tourismuszone Sonnenhof-Prokulus. Dekan Rudolf Hilpold verfolgte persönlich die umständliche ­Debatte um Ausmaße des Bannstreifens, um Grundbesitz im Bannstreifen, um mögliche Friedhofserweiterung und um Bauverbot im landwirtschaftlichen Grün. Referent Christanell erklärte noch einmal die Vorteile der Tourismuszone für Wirtschaft und Dorfbild und listete die Bauvorschriften auf bezüglich Mindesabstände und erforderliche Parkplätze. Rat Gritsch wollte den Begriff Grünfläche definiert haben und Rätin Pichler sah es vorprogrammiert, dass die Parkplätze am Friedhof demnächst von den Mitarbeitern der beiden Hotels belegt sein dürften. Referent Valentin Stocker teilte daraufhin mit, dass der Sozialausschuss den Passus in die Bauvorschriften aufgenommen hat, zu den geforderten 90 Parkplätzen für 180 neue Betten weitere 18 für Mitarbeiter auszuweisen. Günther Schöpf
Günther Schöpf
Günther Schöpf

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.