Referent Pit Schubert machte anhand von Dias auf tragische Fehler beim Bergsteigen, Klettern und Gletschergehen aufmerksam.

Tragische Fehler am Berg vermeiden

Publiziert in 1 / 2005 - Erschienen am 20. Januar 2005
Die Bergrettung Mals unter der Leitung von Roman Burgo lud kürzlich zu einem Dia - Fachvortrag zum Thema "Sicherheit und Risiko in Fels und Eis" mit dem bekannten Referenten Pit Schubert. Er hatte zu diesem Thema Bücher verfasst. Seit Jahren untersucht er Bergunfälle in den Alpen. Er stößt immer wieder auf tragische Fehler, die er bewusst machen will. Er beleuchtete das Bergwandern, das Klettern, das Klettersteiggehen, das Bergsteigen und das Gletschergehen. Ein gutes Zeugnis stellt er den Seilen aus. Sie weisen eine sehr gute Haltbarkeit über Jahre hinweg auf, vorausgesetzt, sie leiden nicht unter massiver Kantenbelastung. Eine große Gefahr bergen die vermeintlich sicheren Drahtseile und Haken im felsigen Gelände. Deren Konsistenz und Verankerung weisen vielerorts Mängel auf. Werden beispielsweise raue Seilstücke mit Klebeband umwickelt, staut sich darunter Wasser, und es beginnt zu rosten. Seile zersetzen sich und werden zur tödlichen Gefahr. Aus der Ferne kann kein Bergsteiger feststellen, ob Fixseile und Haken halten oder nicht. Schubert fordert die Verantwortlichen in Bergsteigerkreisen auf, Klettersteige gegebenenfalls zu sanieren, für fachgerechte Verankerungen von Griffen zu sorgen und sie in Abständen zu überprüfen. Bei den Materialien dürfe nicht gespart werden. Er ging auf das Wandern mit Stöcken ein. Sie entlasten Gelenke bis zu 30 Prozent. Er brach eine Lanze für das Tragen von Helmen vor allem im exponierten Gelände und sprach die menschlichen Unachtsamkeiten an, die unterschätzte Mitreißgefahr und das zu nahe Aufrücken der Einzelnen in Seilschaftsmitglieder. Zum Abschluss führte der Referent die zahlreichen Besucher mit stimmungsvollen Bildern in die Welt am Himalaja.
Magdalena Dietl Sapelza
Vinschger Sonderausgabe

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