"Tschurtschlanklaubn"

Publiziert in 12 / 2005 - Erschienen am 23. Juni 2005
Im Rahmen des ESF-Projektes „Kommunale Wirtschaftsentwicklung – Martell: Berge-Beeren-Biathlon“ - unter der Projektleitung von Leander Regensburger und Martin Stricker ist die Idee zum „Tschurtschlanklaubn“-Wettbewerb entstanden. Im Zusammenhang mit dem Detailprojekt „Wiederbelebung von alten Bräuchen und Traditionen im Martelltal“ mit Unterstützung und des OK-Teams des Südtiroler Erdbeerfestes in Martell und der Chronistin Antonia Perkmann wurde die Umsetzung dieses Wettbewerbes ausgearbeitet. Die Anmeldung für den Wettbewerb erfolgt mit Anmeldeformular im Nationalparkhaus „culturamartell“. Der rund einstündige Wettbewerb findet am 25. Juni (16 Uhr) und am 26. Juni (11 Uhr) statt. Es wird mit einem Kleinbus in ein nahe gelegenes Waldstück gefahren, wo dann das Sammeln beginnt. Jede Gruppe, bestehend aus zwei Personen, hat die Aufgabe, in der vorgegebenen Zeit so viele „Fichten-Tschurtschlan“ wie möglich in Kisten zu sammeln. Am Festplatz geht es anschließend darum, die gesammelte Menge abzuwiegen und den Gewinner zu ermitteln. Nach dem Krieg herrschte im ganzen Land bittere Not. Auch in Martell war die Situation nicht besser, sogar schlechter. Um das tägliche Brot zu verdienen waren die Leute erfinderisch. Manche „schmuggelten“, andere verdienten den einen oder anderen Centesimi durch das „Tschurtschlanklaubn“. Tschurtschlan – Baumzapfen von Erlen, Lärchen und Fichten, wurden von den Bäumen gepflückt oder heruntergeschlagen und gesammelt, um die Samen zu gewinnen, welche auf dem Land weiterverkauft wurden.

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