CHRIS-Mitarbeiterin Stefanie Wieser beim Einfrieren des Probenmaterials.

Überdimensionaler Kühlschrank

Publiziert in 28 / 2012 - Erschienen am 18. Juli 2012
Schlanders - Derzeit nehmen täglich 8 Personen an der Süd­tiroler Gesundheitsstudie CHRIS (sie wird zurzeit in Schlanders durchgeführt) teil und geben 45 ml Blut (11 Röhrchen pro Person) und eine Urinprobe ab. Die Proben werden unter kontrollierten Temperaturbedingungen in das Labor des Meraner Krankenhauses gebracht. Ein Teil wird verwendet, um die Blut- und Urinwerte zu bestimmen, die den Teilnehmern im Anschluss zugeschickt werden. Der andere Teil dient der Wissenschaft. In einem hochtechnischen Vorgang teilen die Wissenschaftler des Zentrums für Biomedizin Urin und Gruppen von Blutbestandteilen eines Teilnehmers auf 60 Röhrchen auf. Sie bedienen sich dabei eines Robotersystems. In der Biobank wird das biolo­gische Material (DNA-, Blut- oder Gewebeproben) langfristig aufbewahrt. Die Proben werden, je nach Art, bei -20°, -80° oder in flüssigem Stickstoff, bei -196 °C, eingefroren. Die Biobank ist also ein überdimen­sionaler „Kühlschrank“, der nur für autorisiertes Personal zugänglich ist. Zusammen mit den Infos zu Krankengeschichte und Lebensstil der Teilnehmer bilden diese Daten die Grundlage, auf der die Ursachen für das Auftreten sowie die Entwicklung von Krankheiten untersucht werden. Wenn das Ziel der CHRIS-Studie, ungefähr 10.000 Personen im Vinschgau zu untersuchen, gelingt, dann würden in der Biobank in Zukunft ca. 600.000 Reagenzgläser aufbewahrt werden. red
Redaktion
Vinschger Sonderausgabe

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.