Bürgermeister Andreas Heidegger (links) hatte es leicht, auf die Bedeutung des Radwegteilstückes hinzuweisen.

Untermais wird an Staben angeschlossen

Publiziert in 20 / 2012 - Erschienen am 23. Mai 2012
Gemeinden und Bezirke übergreifendes Radwegteilstück zwischen Staben und Kompatsch eröffnet. Naturns - Einer der beiden ­Naturnser, die vor 30 Jahren auf die Möglichkeit eines Verbindungsweges hingewiesen hatten, war auf dem Fahrrad gekommen. Hermann Christanell hatte als zuständiger Referent 1983 auf den Lageplänen „zwischen ­Eisenbahn und Etsch einen Strich von der Tschirlander Brücke zum Bahnhof Schnalstal“ gezogen. Vor kurzem standen Landeshauptmann Luis Durnwalder, die Landtagsabgeordnete Veronika Stirner, die Bürgermeister von Naturns, Algund, St. Leonhard und Schenna, die Spitze der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, die Referenten, einige Gemeinderäte, die Vertreter der Straßenmeisterei und des Wildbachs auf diesem Strich und lauschten den Klängen der „Pichlböhmischen“. Sie feierten die Eröffnung des Radweg-Teilstückes Staben-Tschirlander Brücke. Bürgermeister Andreas Heidegger konnte schwärmen: „Es ist für mich eine große persönliche Genugtuung, auch wenn der Landeshauptmann immer gesagt hat, mit dem Geld, das ihr hier verbauts, baue ich andernorts das Zehnfache“. ­Heidegger spielte nicht nur auf die schwierigen Baumaßnahmen am Flussbett an, sondern auch auf die Vorgangsweise der beauftragten Firma. Zuvor hatten sich der Burggräfler Bezirkspräsident Luis Kröll und der für Radwege verantwortliche Bezirksreferent Karlheinz Schönweger gefreut, dass man nun von der Kastelbeller Gemeindegrenze mit dem Fahrrad zum Untermaiser Bahnhof gelangen könne. Wie stark das 1.650 Meter lange Teilstück von Wanderern, Läufern und Bikern frequentiert wird, wurde allen Beteiligten in wenigen Minuten bewusst. Projektant Herbert Mantinger wartete mit Kostenangaben zur 3,30 Meter breiten Radtrasse und dem meterbreiten Fußgängerstreifen auf. 1,2 Millionen Euro habe man für Planung und Bau ausgegeben; dazu kämen 602.000 Euro für die Arbeiten des Amtes für Wildbachverbauung. Statt der vorgegebenen 180 Arbeitstage, hätte die Firma fast doppelt so lang gebraucht. Landeshauptmann Luis Durnwalder nannte dann auch noch Ross und Reiter, als er dem Vertreter der Baufirma aus Cremona in Italienisch und Lateinisch mit „Pacta sunt servanda“ mitteilte, dass Verträge einzuhalten seien. Stolz erwähnte Durnwalder, dass man auf 460 Radwegkilometern „auch ein gebirgiges Land durchqueren“ könne und gab Einblick in das Gesamtkonzept: „Es geht jetzt um organisatorische Verbesserungen. Wir brauchen auch Ratsplätze für die Familien. Es soll ja ein Erlebnis werden. Landschaftliche und kulturelle Besonderheiten müssen dargestellt werden“, meinte er und dankte den Steuerzahlern, die das Geld gaben, „das wir kanalisiert haben“. Günther Schöpf
Günther Schöpf
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