Drei Vollzeitbeschäftigte, ein Teilzeitbeschäftiger, 51 freiwillige Helfer und 16 Jugendmitglieder unterstehen Sektionsleiter Wunibald Wallnöfer (oben rechts)

Vergelt’s Gott für die vielen Einsätze

Publiziert in 6 / 2006 - Erschienen am 22. März 2006
Prad – Ein langer und teils steiniger Weg war den Initiatoren einer Rettungsstelle des Weißen Kreuzes bereitet, um eine Rettungsstelle auch in Prad aufzubauen. In Schlanders, Mals und Sulden waren solche bereits eingerichtet. Das aufstrebende Prad wollte eine eigene Sektion, die jedoch strengstens abgelehnt wurde, zumeist mit dem zwielichtigen Hinweis auf die vielen finanziellen Mittel, die dafür notwendig wären. Wohl einmalig in Südtirol dürfte jedoch sein, dass sich die SVP–Jugend unter ihrem damaligen Leiter Luis Burger und seinen Mitstreitern Peppi Rungg, Meinrad Kuntner und dem Prader Urgestein Ambros Karner um die Einsetzung einer Rettungsstation in Prad bemühten. Von Bozen auf eine Außenstelle einer bestehenden Sektion verwiesen, von Schlanders zu weit entfernt, von Mals abgelehnt, hatten schließlich die Suldner ein offenes Ohr. Unter dem damaligen Sektionsleiter Hubert Paulmichl konnte schließlich die Außenstelle unter heute kaum noch vorstellbaren Verhältnissen in einer Garage eingerichtet werden, die Ambros Karner zur Verfügung stellte. Es ging schnell bergauf Es war 1981, also vor 25 Jahren, als das erste Rettungsfahrzeug, ein VW–Bus, in Dienst gestellt wurde und bereits im ersten Jahr 65 Einsätze gefahren wurden, der erste am 16. Juli 1981. Die Idee des Helfens vor Ort und der erfolgreiche Start waren wahrscheinlich der Ansporn dazu, neue Mitglieder zu gewinnen, sich aus- und fortzubilden, so dass es von Anfang an mehr oder weniger immer aufwärts ging. Bereits 1989 wurde ein zweites Rettungsfahrzeug in Betrieb genommen. Hilfe kam dazu besonders aus der Bevölkerung, die von Anfang an hinter dieser Idee und deren Umsetzung stand, von der Gemeindeverwaltung und der Raiffeisenkasse Prad. Heute sind an die 700 fördernde Mitglieder in der Sektion Prad eingeschrieben. Neuer Sitz bei der Feuerwehrhalle Aus der Notunterkunft übersiedelte die Rettungsstelle 1990 in den neuen Sitz und eine eigene Notrufnummer wurde eingerichtet. 1996 wurde schließlich die eigene Sektion Prad gegründet. Bereits im darauf folgenden Jahr wurde die Jugendgruppe gegründet. Es ging eigentlich immer aufwärts und im Jahre 2002 wurde der heutige, neue und geräumige Sitz bezogen. Im Rahmen der 40 Jahr Feier des Landesrettungsdienstes übernahm die Sektion Prad im vergangenen Jahr die Austragung des ersten, landesweiten Leistungsbewerbes und heuer werden die 25 Jahre des Bestehens einer Rettungsstelle in Prad gefeiert. Mit einem gemeinsamen Gottesdienst mit der Bevölkerung von Prad schritt die heutige Sektion in das Jubiläumsjahr und gleichzeitig wurde ein neuer Rettungswagen gesegnet und offiziell in Betrieb genommen. Pfarrer Georg Martin rief die Mitglieder des Weißen Kreuzes und die zahlreich erschienene Bevölkerung während des Gottesdienstes dazu auf, sich in Stille Gedanken für die vielen Menschen zu machen, die ehrenamtlich für den Nächsten da sind. Bei der anschließenden Feier begrüßte Sektionsleiter Wunibald Wallnöfer besonders die aktiven Mitglieder, die Jugendgruppe und besonders die Ehrenmitglieder, darunter besonders Alois Burger, sowie den Helfern beim Aufbau der Sektion, sowie Hubert Paulmichl von der Sektion Sulden, die für die Außenstelle Prad von Anfang an Pate stand. Während Sektionsleiter und Arzt Wallnöfer zu einem Einsatz gerufen wurde, zeigte Dienstleiter Klaus Obwegeser in Bildern und Daten die 25-jährige Geschichte des Weißen Kreuzes von Prad auf. Obwegeser zeigte auch die weiteren Aktionen auf, die im Laufe des Jubiläumsjahres folgen werden. Als nächstes steht die Jahreshauptversammlung am 14. April an.
Erich Waldner
Vinschger Sonderausgabe

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