Der Wasserstand des Reschensees hat eine außergewöhnliche Höhe erreicht, was zu nicht unerheblichen Problemen führt.

Voll, voller, am vollsten

Publiziert in 30 / 2012 - Erschienen am 29. August 2012
Graun/Reschen - Überflutete Keller, eindringendes Grundwasser, Probleme im Mündungsbereich des Karlinbachs, Schwierigkeiten für die Kite-Surfer, Abwasser, das nicht mehr abfließen kann und Pflanzen an den Ufern, die buchstäblich im Wasser „ersaufen“. Das sind die Folgen, zu denen der außergewöhnlich hohe Wasserstand des Reschenstausees in Graun und in Reschen geführt hat. Am vergangenen Freitag lag der Wasserstand nur 70 Zentimeter unter dem in der Konzession festgeschriebenen Höchststand von 1.498,10 Metern Meereshöhe. Bürgermeister Heinrich Noggler protestierte bei der SELEDISON und intervenierte auch beim Landeshauptmann. Die Gemeinde Graun fordert seit langem eine Reduzierung des Höchststandes um mindestens einen Meter. SELEDISON-Präsident Klaus Stocker signalisierte laut Medienberichten Gesprächsbereitschaft und will sich angeblich für eine Senkung des Wasserstandes einsetzen. Ein Wörtchen mitzureden hat allerdings auch die EDISON.  Sepp Noggler schlägt im Landtag Alarm Auf die Probleme und möglichen Gefahren, zu denen der hohe Wasserstand des Reschensees geführt hat bzw. noch führen könnte, wies der SVP-Landtagsabgeordnete Sepp Noggler am Montag in einer Anfrage zur aktuellen Fragestunde im Landtag hin. Höchstgefährlich sei die Situation am Karlinbach, wo sich das Wasser bereits staue. Was im Falle eines schweren Unwetters passiere, sei nicht auszumalen: „Da der See schon zu viel Wasser hält, kann er das Wasser aus den Bächen nicht aufnehmen, sodass diese höchstwahrscheinlich übertreten,“ befürchtet Noggler. Die Sorgen der Bevölkerung müssten ernst genommen werden. Auch in Martell habe es vor jetzt 25 Jahren immer wieder Beschwichtigungen gegeben. „Wir müssen jetzt handeln, um einem Unglück vorzubeugen,“ so Noggler, der ebenfalls eine Herabsetzung der maximalen Stauhöhe fordert.
Josef Laner
Josef Laner

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