Was tun gegen den zunehmenden Verkehr?

Publiziert in 11 / 2005 - Erschienen am 9. Juni 2005
Eine schwierige Frage, auf der kürzlich bei einem Treffen auf der Churburg in Schluderns neben dem Bezirkshauptmann von Landeck, Erwin Koler, auch Kurt Ziernhöld vom Reschen (SVP-Bezirksleitung) und Landesrat Richard Theiner zu antworten versucht haben. Ziernhöld stellte die Verkehrsdaten vom Jahre 2004 vor, wobei der Gesamtverkehr am Reschen mit 1.908.259 angegeben wird, auf der Töll mit 5.558.041. Den größten Teil mache der PKW-Verkehr aus, der Schwerverkehr sei nur ein geringer Teil des Gesamtverkehrs. Interessanterweise schien auf der Töll weniger Verkehr auf als in Rabland, vermutlich weil viele über Algund nach Meran fahren, erklärte Ziernhöld. „Es handelt sich nicht um Touristen, sondern um Einheimische, die täglich mit dem Auto unterwegs sind“, sagte Ziernhöld sinngemäß. Er wünsche sich einen flüssigeren Verkehr. Den störten die zahlreichen Ampeln auf der Vinschger Straße, zahlreiche Leitplanken, zu viele Straßenschilder und sonstige Bezeichnungen auf den Fahrstrecken. „Die intelligenten Ampeln sind nicht intelligent, sondern sehr dumm“, war eines der Zitate von Ziernhöld. Landesrat Richard Theiner bestätigte, dass der Verkehr ein zentrales Thema sei. Nicht nur gesundheitspolitische, sondern auch wirtschaftliche Interessen spielten eine große Rolle, wenn es darum gehe, den Verkehr in den Griff zu bekommen. „Die rechtliche Situation ist nicht einfach, falls ein Nachtfahrverbot oder eine Maut eingeführt werden soll“, berichtete Theiner. Das Land betreue zwar die Straßen, Eigentümer sei nach wie vor der Staat. Er könne nicht versprechen, dass innerhalb ein paar Jahren die Verkehrslösung gefunden werden könne.
Daniela di Pilla
Daniela di Pilla
Vinschger Sonderausgabe

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