Geehrte mit Obmann (vorne v.l.): Ingeborg Rechenmacher, Karl ­Bernhart, Nicole Reinstadler, 2. Reihe (v.l.): Werner Kiem, Roman Wielander und Leo Forcher

Weinkost als Spiegelbild des Weinbaus

Publiziert in 24 / 2012 - Erschienen am 20. Juni 2012
Die Vinschger Weinbauern sind mit Leib und Seele den Weinbergen verhaftet. Ihre Weine befinden sich dank guter Qualität weiterhin auf Vormarsch. Kastelbell – Zahlreiche Weinliebhaber, Gäste aus Politik und Gesellschaft gaben sich anlässlich der Eröffnung der 28. Gebietsweinkost des Vinschgauer Weinbauvereins am 15. Juni auf Schloss Kastelbell ein Stelldichein. Schon beim Empfang im Schlosshof durch den Obmann Leo Forcher und dem „Schlossherrn“ Georg Wielander - musikalisch umrahmt von den „Holzigen“ - wurden sie mit einem guten Tropfen überrascht. Weine von bester Qualität „Die Weißweine zeigen sich heute fruchtig, gepaart mit einer harmonischen Säure. Sie wirken etwas fülliger und bereits reifer als im Vorjahr“, betonte Martin Pohl vom Köfelgut bei der Vorstellung des Vinschger Weinblattls. „Die Rotweine bestechen durch eine schöne leuchtende Farbe und durch angenehme Gerbstoffe“. Die Vinschgauer Weinbauern dürfen sich somit trotz einiger negativer Einflüsse über einen durchaus gelungen Jahrgang 2011 freuen. Die gute Qualität wurde auch bei der Vorstellung der verschiedenen Weine oder bei der Präsentation der Weinkarte durch Reinhard Massl immer wieder hervorgehoben. „Die Vinschger Weinbauern produzieren etwa beim Riesling beste Weinqualität, die keine nationalen oder internationalen Vergleich zu scheuen brauchen“, so Massl. Auch Bürgermeister Gustav Tappeiner, Senator Manfred Pinzger, Bezirkspräsident Andreas Tappeiner, Markus Joos (Landwirtschaftsinspektorat) und Kurt Sagmeister bestätigten diese Einschätzung und zollten dem Verein mit den Weinbauern Lob und Anerkennung. „Bei der Vorverkostung der 135 eingereichten Weine hat die Jury den Weißburgunder von Roman Wielander aus Schlanders zum besten Wein auserkoren“, erklärte Obmann Forcher und überreichte Wielander eine Auszeichnung. Eine Neuheit war heuer die Verleihung des Urbani-Preises an das Hotel Sand. Dadurch will der Weinbauverein zukünftig jene Gastbetriebe, die vor allem einheimische Weinprodukte anbieten, besonders belohnen. Werner Kiem (Latscherhof) stellte diverse Vernatsch-Spezialitätenrezepte vor. Bezirksbäuerin Ingeborg Rechenmacher und Nicole Reinstadler erhielten eine Ehrung für die gute Zusammenarbeit. Der Weinbauchor sorgte für Musik. In den für solche Anlässe geradezu prädestinierten historischen Räumen bot sich den Weingenießern am 15. und 16. Juni die Möglichkeit, sich durch die Palette von 111 Weinen aus dem Anbaugebiet zwischen Mals und der Töll zu probieren. Diese unterteilten sich in 54 Weiß-, 5 Rosè- und 52 Rotweine. Darunter befanden sich auch 7 Weine aus dem Nordtiroler Anbaugebiet um Tarrenz. Weiters bestand auch die Möglichkeit zur Gratisverkostung von 45 Bränden der 9 Vinschgauer Hofbrennereien. Oskar Telfser
Oskar Telfser
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Vinschger Sonderausgabe

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