Zur Abschlussveranstaltung und Prämierung stellten sich die Jugendgruppen in Reih und Glied auf dem Sportplatz in Laas auf.

„Wenn wir diese Jugendlichen hier sehen, brauchen wir für die Zukunft keine Angst zu haben“

Publiziert in 13 / 2005 - Erschienen am 7. Juli 2005
Über 900 Jugendfeuerwehrleute beteiligten sich vom 24. bis zum 26. Juni auf dem Sportplatz in Laas mit viel Eifer und Begeisterung an der 29. Auflage des Landes-Jugend-Feuerwehrleistungsbewerbes. Die Mehrzahl der über 100 Jugendgruppen stammte aus Südtirol. Aber auch Gruppen aus Österreich und Deutschland waren angereist. Unter den scharfen Augen des Bewerterstabes führten die 12- bis 17-jährigen Buben und Mädchen vor, was sie im Vorfeld des Bewerbs zusammen mit ihren Betreuern gelernt hatten. Dass sich mittlerweile immer mehr Mädchen für die Feuerwehr begeistern, hat sich einmal mehr gezeigt. Mit Marion Saurer aus Prad stand heuer erstmals auch eine Feuerwehrfrau als Bewerterin im Einsatz. Sie ist seit drei Jahren aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Prad. Zuvor war sie fünf Jahre Mitglied der Jugendgruppe. Im Mittelpunkt der dreitätigen Veranstaltung stand natürlich der Bewerb mit Hindernisübung und Staffellauf in den Kategorien „Bronze“ und „Silber“. Zusätzlich zu den Wettkämpfen wurde den Jugendgruppen auch ein buntes Rahmenprogramm geboten. Zu den Höhepunkten zählten der feierliche Einzug und die Abschlussveranstaltung, die von den Musikkapellen Laas und Tschengls musikalisch umrahmt wurden. Der Landesfeuerwehrpräsident Rudi Hofer sprach von einer „einmaligen Organisation“ und dankte allen, die zum Gelingen beigetragen haben, so vor allem der Freiwilligen Feuerwehr Laas mit dem Kommandanten Roman Horrer an der Spitze, dem Feuerwehrbezirk Untervinschgau mit Präsisdent Franz Tappeiner, den Bezirksjugendreferenten, dem Bewerbsleiter Eberhard Rainer, dem Hilfszug des Weißen Kreuzes, der die vielen hungrigen Mägen sättigte, der Gemeindeverwaltung Laas mit Bürgereister Andreas Tappeiner und allen anderen Beteiligten. Einige kleinere Unfälle sind laut Rudi Hofer zwar passiert, doch insgesamt gesehen war der Bewerb ein großer Erfolg. Für die besten Jugendgruppen standen Pokale in Form von Strahlrohren aus Laaser Marmor bereit. In der Kategorie „Bronze“ hat die Jugendgruppe Kastelbell aus dem Feuerwehrbezirk Untervinschgau gesiegt. Diese Gruppe nimmt übrigens Ende Juli an der Feuerwehrolympiade in Kroatien teil. Platz zwei erzielte die Jugendgruppe St. Martin/Gsies, Platz drei jene von Pfalzen. In der Katagorie „Silber“ siegte St. Martin/Gsies vor Pfalzen und Niederdorf. Die Jugendgruppe Mauls belegte Platz vier, jene aus Göflan Platz fünf. In den Gästegruppen siegten Feldkirchen aus der Steiermark („Bronze“) und Pennewang 1 aus Oberösterreich („Silber“). Zu den Ehrengästen bei der Abschlussveranstaltung zählten unter anderem der Laaser Pfarrer Arthur Werth, Landeshauptmann Luis Durnwalder, die Landesräte Richard Theiner, Michl Laimer und Florian Mussner sowie der Bozner Quästor Michele Capomacchia mit Frau. Luis Durnwalder würdigte den Einsatz und die Begeisterung der Jugendfeuerwehrgruppen. „Wenn wir diese Jugendlichen hier sehen, brauchen wir für die Zukuft keine Angst zu haben“, sagte er. Er lobte auch das Feuerwehrwesen insgesamt. Die Wehrleute seien keine Löschmaschinen, sondern Menschen. Die Nächte haben die Jugendlichen in Zelten verbracht. Laut Harald Prenner, dem Bezirksjugendreferenten des Feuerwehrbezirkes Untervinschgau, hat sich die übergroße Mehrheit der Jugendlichen vorbildlich verhalten.
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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