Die Drehungen der Windradrotoren auf der Malser Haide sind gezählt. Man darf gespannt sein, wie man in 10 oder 20 Jahren über den Abbau denken wird.

Windräder ade

Publiziert in 31 / 2012 - Erschienen am 5. September 2012
Mals - In diesen Tagen beginnen die Arbeiten zum Abbau der zwei Windräder auf der Malser Haide. Die Anlagen befinden sich in einem Landschaftsschutzgebiet und eine Ermächtigung, sie dort weiterhin betreiben zu können, steht seit dem Herbst 2008 aus. Auch die Staatsanwaltschaft hatte Ermittlungen aufgenommen. Mit dem Abbau der zwei Anlagen wird das Kapitel Windkraft im Vinschgau für unbestimmte Zeit beendet. Die Gesamtkosten bezifferte Bürgermeister Ulrich Veith bei der jüngsten Gemeinderatssitzung mit geschätzten 350.000 Euro plus Mehrwertsteuer. Es sei alles für den Abbau vorbereitet, „lediglich ein Grundbesitzer verweigert derzeit noch die Durchfahrt, weil er gegen den Abbau ist,“ so Veith. Die Kosten für den Abbau müssen anteilsmäßig von den Beteiligten an der „Miteigentumsgemeinschaft Windkraft Marein“ getragen werden. Wie Veith auf Anfrage des Ratsmitgliedes Egon Alber bestätigte, wird es außerdem keine Volksbefragung in Bezug auf einen neuen Standort für zwei Windkraftanlagen oberhalb von Burgeis in der Nähe der Etsch geben. „Es hat aus heutiger Sicht keinen Sinn, in diesem Gebiet, das als Bannzone ausgewiesen ist, Windräder zu planen.“ Abgesehen davon habe die Gemeindeverwaltung das Gefühl gehabt, „von bestimmten Leuten vorgeschoben worden zu sein.“ sepp
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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