So würde die kleine Umfahrung bei Glurns verlaufen.

Windräder, Verkehr und Whisky

Publiziert in 22 / 2012 - Erschienen am 6. Juni 2012
Um diese drei Themen ging es bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates von Glurns. Glurns - In Bezug auf die Windräder auf der Malser Haide wurde darüber beraten, ob sich Glurns an den Kosten der Demontage beteiligen soll. „Wir sind gegen den Abbau der Windräder und werden uns daher auch nicht an den Abbaukosten beteiligen,“ meinte Bürgermeister Erich Wallnöfer, „denn für die Fehler anderer Gemeinden können wir die Verantwortung nicht übernehmen“. Auch der gesamte Gemeinderat war dieser Meinung und man darf nun gespannt sein, wer die 30.000 Euro, die Glurns hätte zahlen sollen, übernehmen wird. Eine längere Diskussion widmete der Gemeinderat der Verkehrsproblematik in Glurns und um Glurns herum. Soll man westlich, nördlich oder südlich um das Städtchen herum fahren oder soll man alles lassen wie es ist? So einig war man sich nicht. Am idealsten wäre, so ein Ratsmitglied, eine Umfahrung, die von der Glurnser Straße von Schluderns kommend rechts abzweigt und unter dem Tartscher Bichl zur Straße nach Mals hinüber führt bzw. durch die Gewerbezone zur ­Prader Straße gezogen wird. „Alles zu teuer“, meinte Bürgermeister Wallnöfer, „wir müssen Lösungen vorschlagen, die finanzierbar sind und die Landschaft so wenig wie möglich beeinträchtigen.“ Die große Umfahrung, wie sie sich die ­Schludernser vorstellen, werde noch lange nicht kommen. „Da reden wir in 20 Jahren wieder“, meinte ganz trocken der Bürgermeister. Die Schludernser hätten zwar damit Probleme, aber die werden ihnen auch bleiben. Wallnöfer schlug eine kleine Variante vor, die nur rund 1,5 Mio. Euro kosten würde und die zwischen Laatsch und Glurns durchführen würde. Diese Lösung hätte auch vor einem Golfplatz den Vorrang. Man denke dabei an eine Straße mittlerer Breite und könnte auch eine teilweise Unterflurführung in Betracht ziehen. Es werde auch eine Wochenend­sperre der Malser Gasse zu überlegen sein, um den Durchzugsverkehr zu vermindern. Der Gemeinderat stimmte schließlich zu, dass in der Richtung der kürzeren und billigeren Variante weitergedacht werden soll. Zufriedenstellend endete der Gemeinderat auch für Albrecht Ebensperger, der zwei Bunker für die Lagerung seines Whiskys mieten will und dort auch entsprechende Verkostungen und kulturelle Veranstaltungen machen möchte. Auch dazu sagte der Glurnser Gemeinderat Ja. Friedrich Harring
Friedrich Haring
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