Intensiv arbeiten die Lehrkräfte des Schulsprengels Schlanders an ihrer Vision für ihre Schule.

Wir gemeinsam gegen das Problem

Publiziert in 20 / 2013 - Erschienen am 29. Mai 2013
118 Lehrkräfte des Schulsprengels Schlanders nahmen ­vergangene Woche am Pädagogischen Tag zum Thema ­„Achtsamkeit in der Schule“ teil. Schlanders - Um die Stärkung emotionaler Kompetenzen von Lehrkräften, Kindern und Jugendlichen im Grund- und Mittelschulalter ging es beim diesjährigen Pädagogischen Tag des Schulsprengels Schlanders. Die Sozialpädagogin Alexandra Schreiner-Hirsch und Elisabeth Hickmann als Co-Referentin stellten Direktor Reinhard Zangerle und den Lehrkräften das Trainingsmodell „KlasseTeam“ vor, dessen Besonderheit in einer Kombination aus Theorie und Praxis in der Vermittlung von einer inneren Haltung und von konkretem Handwerkszeug für die Arbeit an der Schule liegt. Lehrkräfte stehen vor großen Herausforderungen. Kinder sollen zu selbstverantwortlichen, kooperationsfähigen, kreativen und lernkompetenten Menschen erzogen werden. Es gilt aggressive Kinder zu bremsen, traurige zu trösten, schüchterne mit einzubeziehen, gelangweilte zu motivieren, Streithähne zu trennen, jedes Kind individuell zu fördern und das am besten alles gleichzeitig. Lehrkräfte brauchen Kompetenzen, um in all diesen Situationen professionell reagieren zu können. Deshalb ist die Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst und die Selbstfürsorge, auch als ­Burnoutprophylaxe sehr wichtig. Nur eine gestärkte Lehrperson kann den Schülern Vorbild sein, die Beziehung pflegen, Problemen vorbeugen und im Bedarfsfall auch Konflikte angehen. Die Referentinnen beleuchteten verschiedene Klassensitua­tionen und gaben den Lehrkräften konkretes Werkzeug in die Hand, um den Umgang mit schwierigen Situationen zu erleichtern. Solche können sein, wenn ein Kind bedrückt, traurig oder wütend ist oder wenn es gilt, einfühlsam Grenzen zu setzen. Im Emotionscoaching übten die Lehrkräfte, Kinder im Umgang mit unangenehmen Gefühlen professionell zu begleiten, ganz nach dem Motto „Alle Gefühle sind erlaubt, aber nicht jedes Verhalten“. Nach einem kurzen theoretischen Input zeigten die Alexandra Schreiner-Hirsch und Elisabeth Hickmann in einem Rollenspiel eine akute Konfliktsituation und den Lösungsansatz, in dem beide Konfliktpartner als Gewinner hervorgehen sollen. „Erst verstehen, dann verstanden werden“ gilt hier als Grundsatz. Nach der Einladung zur gemeinsamen Problemlösung kann die Lehrperson dem Kind helfen, geeignetere Wege zu finden, um mit seiner Wut oder Enttäuschung umzugehen. Alexandra Schreiner-Hirsch hat bereits zwei Elternkurse und KlasseTeam-Kurse im Vinschgau abgehalten. Im September wird sie gemeinsam mit Elisabeth Hickmann einen FamilienTeam-Kurs in Schlanders leiten. Ziel dieses Trainings ist es, dass alle Erwachsenen um das Kind herum an einen Strang ziehen und dieselbe Sprache sprechen. Informationen gibt es unter www.erlebnis-familie.de oder bei Elisabeth Hickmann unter 0473 730856 hickmann1@virgilio.it  ingeborg Rechenmacher
Ingeborg Rainalter Rechenmacher
Ingeborg Rainalter Rechenmacher
Vinschger Sonderausgabe

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