„Wir müssen auf der Hut sein!"

Publiziert in 18 / 2005 - Erschienen am 21. September 2005
Mit Hinweistafeln versuchte das Aktionsbündnis Ötztal beim Schafbatrieb in Kurzras und am Tag darauf in Vernagt auf das drohende Vorhaben der Tiroler Wasserkraftwerke AG hinzuweisen, im hintersten Ötztal ein großes Speicherbecken zu bauen. Neben kartografischen Übersichten, präzisen Zahlen und Presseberichten hatten die „Aktionisten“ dargelegt, „was“ die TIWAG will, „wie“ sie vorgehen wird, „wo“ der Standort des Stausees vorgesehen und „wofür“ er geplant ist. Ein Dutzend Gletscherflüsse zwischen Timmelsjoch und Kaunertal würden gefasst werden, um ein Speicherbecken mit dem doppelten Fassungsvermögen des Vernagter Stausees zu bauen, berichtete Markus Pirpamer, Hüttenwirt auf Similaun, Bauer und Hotelier in Vent. „Politisch zählen wir in Vent mit 96 Wahlstimmen zu wenig, aber mit internationaler Solidarität gegen den Kraftwerksbau in den Ötztaler Alpen, immerhin in einem Natura-2000-Gebiet, besteht Hoffnung, das Projekt abzuwenden.“ Eine Unterschriftenaktion sei im Gange. In diesem Sinne äußerte sich auch Stefan Götsch aus Unser Frau, derzeit Obmann der Alm-Interessentschaft Niedertal und daher Sprecher der 21 Weiderechte- und Grundbesitzer aus den Gemeinden Schnals, Naturns, Kastelbell-Tschars und Dorf Tirol.
Günther Schöpf
Günther Schöpf

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