Die Yaks folgten ihrem Hirten.

Wo sich Yaks wohl fühlen

Publiziert in 26 / 2012 - Erschienen am 4. Juli 2012
Zahlreiche Schaulustige haben am 26. Juni Reinhold Messner beim Auftrieb seiner 18 Yaks begleitet. Sulden - Das Interesse an den Yaks war wieder einmal groß. Am mittlerweile 26. Yak-Auftrieb von Reinhold Messner in Sulden beteiligten sich hunderte von Feriengästen und zahlreiche Medienvertreter. Der Yak ist eine Rinderart, die in Zentralasien verbreitet ist. Yaks sind vor allem im Hochgebirge zuhause. „Auf den Madritscher Weideflächen fühlen sich die Tiere wohl, dort finden sie idealste Bedingungen“, sagt Messner. Ein Yak könne zudem klettern wie eine Gämse und brauche keine Aufpasser. Durch ihre Anpassung an das Hochgebirge können Yaks dort weiden und die Landschaft pflegen, wo einheimische Rinder nicht hinkommen. Seit mittlerweile 26 Jahren treibt Messner seine Yaks persönlich von der Talstation der Seilbahn Sulden auf die ­Madritscher Weideflächen. Die Idee, die Yaks nach Sulden zu holen, hatte Paul Hanny im Jahre 1982 bei einer Cho Oyu-Expedition. Messner und Hanny begegneten im Himalaya zahlreichen Yaks und waren von den Tieren begeistert. Nur wenige Jahre später ergab sich die Möglichkeit, Yaks nach Sulden zu bringen. Diesmal befanden sich vier Kälber unter den Yaks. Auch diese schafften den Aufstieg problemlos. Unter anderem unterstützten der ehemalige Biathlet Werner Kiem und der ehemalige Skirennläufer Roland Thöni den Auftrieb. Die Hirten hatten dabei alle Hände voll zu tun, galt es doch, Schaulustige davon abzuhalten, den Tieren zu nahe zu kommen. „Yaks sind zwar friedliche Tiere, doch wenn sie Kälber haben kann es unter Umständen sein, dass sie aggressiv reagieren“, erklärt Robert Eberhöfer. Aggressiv waren die Tiere zu keiner Zeit. Bis ungefähr 20. August werden die Tiere auf Madritsch bleiben. „Wenn die Wetterverhältnisse sich dann verschlechtern, ziehen die Tiere ins Tal zurück“, sagt Hanny. Michael Andres
Michael Andres
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