Alles Gute für das neue Jahr

Publiziert in 26 / 2020 - Erschienen am 30. Juli 2020

Noch ein bisschen Sommer, dann die Apfelernte und die Gemeinderatswahlen. Danach geht es mit Törggelen weiter und den Vorbereitungen für die Nikolaus- und Krampusumzüge. Aber hoppla: dürfen diese heuer überhaupt stattfinden? Niemand kann das derzeit sagen. Dasselbe gilt auch für die sonst recht ausgelassenen Silvester- und Neujahrsfeten auf den Straßen und Plätzen. Diesem Unding von SARS-CoV-2 ist es tatsächlich gelungen, uns ein Jahr zu stehlen. Das Jahr 2020. Es ist uns - zumindest bisher - irgendwie zwischen den Fingern zerflossen. Als das neuartige Coronavirus ausbrach, trieben am Palabirn-Baum, an dem ich täglich vorbeigehe, die ersten grünen Blätter. Es folgte die Blüte und jetzt sind die Birnen schon faustdick. Nicht Ostern, Pfingsten und andere Fixpunkte kennzeichneten den Jahresrhythmus, sondern die Natur. Die Menschen waren lange eingesperrt. Viele standen und stehen noch immer unter seelischem und finanziellem Druck oder haben mit anderen Problemen zu kämpfen. Dass der Drang, jetzt alles möglichst rasch nachzuholen, einzuholen und aufzuholen groß ist, leuchtet mir ein. Allerdings treibt dieses „Gewusere“ auch ungute Blüten. Ich vermute, dass so Manches, was auf den Straßen passiert, direkte oder indirekte Folgen des genannten Dranges sind. Vorbeigezogen ist die Corona-Wolke, die den ganzen Erdball umhüllt, noch lange nicht. Hoffen aber darf man immer. Auf einen Impfstoff z.B., oder ein besseres Jahr 2021.

Josef Laner
Josef Laner

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