Die Corona-Wahlen

Publiziert in 31 / 2020 - Erschienen am 15. September 2020

Das Coronavirus hat es zwar geschafft, dass der Termin für die Gemeinderatswahlen verschoben wurde, aber am 20. und 21. September ist es soweit. Dass die Wählerinnen und Wähler von ihrem Recht Gebrauch machen, liegt in ihrem eigenen Interesse. Auch in Gemeinden, wo die Auswahl an Bürgermeisterkandidaten gering oder überhaupt nicht gegeben ist, ist Wählen wichtig. „Ich ziehe es vor, zu kandidieren als nachher nur zu kritisieren.“ Diesen Satz habe ich bei mehreren Wahlversammlungen aus dem Mund von Kandidierenden gehört. Dasselbe gilt auch für die Wahlberechtigten. Wer sich nicht die Mühe macht, das Wahllokal aufzusuchen, tut sich selbst keinen Gefallen. Nachher nur die Nase rümpfen und pauschal über die Politik herfallen, ist zu billig. Selbst dem Argument, wonach es mancherorts kaum eine Auswahl gibt, kann ich wenig abgewinnen. Wenn mir das einer sagt, antworte ich: „Warum stellst du dich nicht selbst der Wahl“? Und noch etwas: wer nicht gewählt wird, ist kein Verlierer. Schon allein mit seiner Kandidatur hat er bewiesen, dass er in seinem Heimatort etwas bewegen will. Zur Abstimmung kommt am 20. und 21. September auch das Verfassungsreferendum über die Verkleinerung der 2 Kammern im römischen Parlament. Die Zahl der Kammerabgeordneten soll von 630 auf 400 und jene der Senatoren von 315 auf 200 gestutzt werden. Dass sich die SVP in dieser Frage nicht einigen konnte und keine Empfehlung abgab, kann ich nicht nachvollziehen.

Josef Laner
Josef Laner

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