Die Welt der Großen

Publiziert in 4 / 2019 - Erschienen am 5. Februar 2019

Wenn es wirklich brennt, sind es oft Jugendliche, die auf die Straße gehen und protestieren. Heutzutage kommen ihnen die sozialen Netzwerke zu Gute. Facebook zum Beispiel. Man kann weltweit miteinander kommunizieren und gemeinsam aufschreien. Die Kraft der Netzwerke ist gewaltig. Allein auf Facebook greifen derzeit rund 2,3 Milliarden Nutzer zu. Das ist in etwa ein Drittel der Menschheit. Dabei wurde Facebook erst am 4. Februar vor 15 Jahren gegründet. Nur um ein Jahr älter ist Greta Thunberg aus Schweden. Schon vor einiger Zeit fand sie internationale Beachtung. Warum? Sie hat ganz einfach die Schule geschwänzt, um darauf aufmerksam zu machen, dass die Politik weltweit mehr tun muss, um das Klima zu schützen. Thunbergs Engagement fand Nachahmer in ganz Europa. Bis Anfang Dezember 2018 hatten sich über 20.000 Schüler weltweit in rund 270 Städten den Protesten angeschlossen. Ihr Motto: „Wir lassen uns die Zukunft nicht klauen.“ Beim Weltwirtschaftsforum 2019 in Davos wurde Thunberg noch deutlicher: „Ich will, dass ihr in Panik geratet. …Unser Haus brennt.“ Bei der UN-Klimakonferenz in Katowice rief sie die jungen Menschen dazu auf, „ihre Zukunft selbst in die eigenen Hände zu nehmen und das zu tun, was die Politik schon lange hätte tun müssen.“ - Vielleicht bräuchte es auch in Sachen Frieden derart engagierte junge Menschen, denn auch bei diesem Thema ist sie derzeit alles andere als in Ordnung, die Welt der Großen.

Josef Laner
Josef Laner

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