Es lebe die Pfütze

Publiziert in 27 / 2019 - Erschienen am 1. August 2019

Gott sei Dank gibt es heutzutage die Handys. So hat man doch die Möglichkeit, sich nach dem Urlaub daran zu erinnern, wo man war. Ist das im Hintergrund nicht die Realtobrücke in Venedig? Und hier müssen wir irgendwo in Rom gewesen sei. Oder war es doch Florenz? Vor lauter Fotos, die wir von den Ferientagen an Angehörige und Freunde geschickt haben, wissen diese von unserem Urlaub mehr als wir selbst. Sie sahen, wie wir uns käseweiß von Zuhause verabschiedeten, was wir am Strand aßen, wie wir täglich röter wurden, auf welchem Liegestuhl wir versuchten, dem Alltag ein Bein zu stellen und wie wir schließlich braungebrannt zurückkamen. Alles mit Fotos dokumentiert, von A bis Z. Das Auge und der Kopf waren während des Urlaubs mehr auf das Handy gerichtet und darauf, wie die Fotos wohl ausfallen würden, als auf das, was uns tatsächlich umgab. Trotz allem ist es uns gelungen, das Wichtigste nie zu vergessen: Selfie sei Dank. Wenn man bei schönem Wetter in eine nicht ganz trübe Pfütze blickt, sieht man sich selbst. Ein Kind käme nie auf den Gedanken, in der Pfütze nur sich selbst zu suchen. Es sieht die Pfütze und hat daran die größte Freude. - Ganz in diesem Sinn wünscht Ihnen das der Vinschger-Team noch einen „pfützenreichen“ Sommer mit viel Ruhe, Natur und Freiheit im Kopf. Ab dem 19. August sind wir wieder für Sie da.

Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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