Friedliebend?

Publiziert in 8 / 2022 - Erschienen am 27. April 2022

Reis, Getreide und Bohnen gehören zu den weltweit wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Wenn sie fehlen oder unbezahlbar werden, kommt der Hunger. Das klingt banal, ist aber so. Noch immer. Der Krieg in der Ukraine bringt nicht nur Tod, Leid und Zerstörung im Kriegsgebiet, sondern treibt Millionen von Menschen in Afrika, Asien, Südamerika und anderen Gebieten in die blanke Not. Es sind wieder einmal die Armen, die es am härtesten trifft. Ich kann mich noch vage erinnern, wie Gorbatschow und Reagan 1987 vereinbarten, Mittelstreckenraketen in der Sowjetunion und in den USA bilateral abzuschaffen. Jetzt wird wieder aufgerüstet. Gewaltige Geldsummen werden in den Nato-Staaten - und nicht nur - in die Aufrüstung gepumpt. Abgesehen davon, wer die Bösen und die Guten sind (es kommt wohl darauf an, auf welcher Seite man sich befindet und wie man mit „Informationen“ manipuliert wird), ist das, was sich derzeit abspielt, mehr als paradox. Anstatt einen gemeinsamen Mindestnenner für den Erhalt dessen zu finden, was wir von unserer Erde noch übriggelassen haben, wird viel Geld und Energie in die gegenseitige Zerstörung gesteckt. Selbst die Bekämpfung der Pandemie, unter der weltweit gelitten wurde und noch immer wird, tritt in den Hintergrund. Jetzt ist offensichtlich nur noch wichtig, möglichst viele und gefährliche Pfeile in die eigenen Köcher zu bringen. Sollte der Mensch nicht gut sein, ein bisschen zukunftsorientiert und friedliebend?

Josef Laner
Josef Laner

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