Nicht umkehrbar

Publiziert in 21 / 2018 - Erschienen am 13. Juni 2018

Das Altern ist ein fortschreitender, nicht umkehrbarer biologischer Prozess der meisten Organismen, der graduell zum Verlust der normalen Organfunktionen führt und mit dem Tod endet. So wird im Online-Lexikon Wikipedia das Altern definiert. Vor einigen Jahrzehnten war es in unseren Breitengraden noch selten, dass Menschen 90 Jahre oder noch länger lebten. Dass jemand 100 wird, ist mittlerweile zwar immer noch eher selten, doch ganz so außergewöhnlich ist das Erreichen eines hohen Alters nicht mehr. Es ist der demografische Wandel, der vor allem die Gesellschaften stark entwickelter Länder vor große Herausforderungen stellt. In Südtirol hat sich die Arbeitsgruppe Demographie mit dem Thema befasst und kürzlich Handlungsempfehlungen definiert. Tatsache ist, dass zurzeit fast 20% der Südtiroler über 65 sind. 1975 waren es noch ca. 10%, 2030 dürften es rund 25% sein. Hand in Hand mit der Tatsache, dass im Vergleich zu früher immer weniger Kinder geboren werden, führt diese Entwicklung dazu, dass es in Zukunft einen Mangel an Arbeitskräften geben wird, und zwar in vielen Bereichen, speziell aber im Gesundheitswesen sowie in der Pflege und Betreuung älterer Menschen. Eines sollte bei allen Prozentsätzen, Zahlen, Prognosen und Szenarien nie vergessen werden: der Respekt vor dem Alter und die Wahrung der Würde alter Menschen. Das geht weit über sämtliche medizinischen und pflegerischen Leistungen hinaus.

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Josef Laner
Josef Laner

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