Stell dir vor, ...

Publiziert in 43-44 / 2020 - Erschienen am 15. Dezember 2020

… es gibt keinen Himmel. So lautet die erste Zeile des Popsongs „Imagine“ von John Lennon. Wie ein Lichtstrahl raste das Lied um den Erdball. Mit „Imagine“ hat Lennon etwas Unsterbliches geschaffen. Seine Vision einer Gesellschaft frei von Religion, Nationalismus und Besitz ist noch immer für Millionen von Menschen ein Aufruf für den Frieden. Auch wenn John Lennon am 8. Dezember vor 40 Jahren erschossen wurde, lebt „Imagine“ weiter. Auf der ganzen Welt. Irgendwie pandemisch, aber im positiven Sinn. Alles umfassend ist seit Anfang 2020 eine wirkliche Pandemie, die Infektionskrankheit Covid-19. Am 14. Dezember um 11.30 Uhr belief sich die Zahl der weltweiten Todesfälle auf 1.613.260. Es gab 72.270.693 festgestellte Infizierte und 47.282.941 Genesene. Was hinter diesen Zahlen steckt, lässt sich nur schwer darstellen. Man müsste von Menschen schreiben, die ohne Abschiednehmen sterben mussten, von Frauen, die zu Hause Gewalt erfuhren, von Kindern, denen die Pandemie einen Strich durch die weiße Seele gezogen hat, von Kaufleuten, Handwerkern und Gastwirten, für die das Aus kam, von Menschen, die die Arbeit verloren, und, und, und. Die Pandemie kann nicht zusammen mit 2020 begraben werden. Das Impfen wird Monate dauern, das „Verdauen“ der Folgen Jahre. Die Frage ist, was wir aus Covid-19 lernen. Dass wir etwas lernen, wir hier in der Redaktion und Sie, liebe Leserinnen, Leser und Werbekunden, das hoffen wir. Mit dieser Hoffnung sollten wir Weihnachten verbringen und das Jahr 2021 beginnen. Die erste Ausgabe 2021 erscheint am 20. Jänner.

Josef Laner
Josef Laner

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