Was tun wir auf dem Mond?

Publiziert in 25 / 2019 - Erschienen am 16. Juli 2019

Am 16. Juli war Vollmond. Den nächsten gibt es am 15. August. Dazwischen fällt ein denkwürdiger Tag. Es ist dies der 21. Juli. An diesem Tag vor 50 Jahren betraten die ersten Menschen den Mond. Nachher gab es in 3 Jahren noch weitere 5 bemannte Mondlandungen und seit 1972 hat ihn keiner mehr betreten. „Erobert“ ist der Mond bis heute nicht. Auch wenn vor 50 Jahren erstmals eine Flagge aufgestellt wurde. Ein Zeichen der „Eroberung“. Dass es sich um eine amerikanische Flagge handelte, ist von da oben aus gesehen wohl ziemlich relativ. Es waren auf jeden Fall Menschen, die sie eingesteckt haben. Vom Mond wissen wir mittlerweile ungemein viel. Wir lernen schon in der Schule, wie viel Zeit er braucht, um die Erde zu umkreisen, wie seine Bahn verläuft, wie groß er ist, und, und, und. Trotz allem bleibt er bis heute ein Geheimnis. Keiner kann messen, was Menschen fühlen, wenn sie niemand sieht und nur der Mond auf ihre Liebe scheint. Nach 50 Jahren ist es aber auch Zeit, den Blickwinkel zu ändern. Es nützt nichts, den Mond zu „erobern“ und möglicherweise noch andere Himmelskörper, wenn unsere eigene „Kugel“ aus der Bahn gerät. Nicht infolge des Mondes oder der Sonne, sondern weil wir selbst an der „Kugel“ kratzen, sie erhitzen, reizen und ausbeuten. In diesem Sinne sollte der Mensch wieder auf der Erde „landen“.

Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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