Ein perfektes Team auf und hinter der Bühne (von links): Julian Lesina Debiasi, Michael Stieger, Hannes Rainalter, Lisa Pöder, Ivan Adami und Elke Kofler, dahinter Daniel Clemente und Horst Saller
Boten ein tolles Spiel (von links): Hannes Rainalter, Lisa Pöder, Ivan Adami und Michael Stieger
Paintball oder Mordszene? Lisa Pöder und Michael Stieger

20 Jahre Theaterverein Schlanders

Ein Stück von Horst Saller zum Auftakt in das Jubiläumsjahr

Publiziert in 10 / 2022 - Erschienen am 24. Mai 2022

Schlanders - Nachdem der Schlanderser Autor Horst Saller bereits im Jahr 2014 für den Theaterverein Schlanders das Auftragswerk „Das Herz ist ein Umzugskarton“ geschrieben hatte, spielte die Jubelbühne zum Einstieg in ihr Jubiläumsjahr erneut ein Stück von Horst Saller. Besetzt wurde die Uraufführung von „Die traumhafte Schönheit der Wiederholung“ von den jungen Darstellern Lisa Pöder, Hannes Rainalter, Ivan Adami und Michael Stieger unter der Gemeinschaftsregie von Daniel Clemente und Horst Saller. Dabei waren Lisa und Michael völlige Neulinge, während  Hannes und Ivan schon Bühnenerfahrungen gesammelt haben. Allen vieren gemeinsam ist ein hervorragendes Spiel mit Wortwitz, Situationskomik, einer besonders ausdrucksstarken Mimik und Gestik und einer sehr gewählten Aussprache. Das Stück ist unterhaltsam, humorvoll, aber auch ein wenig skurril und absurd. Horst Sallers Stück folgt keiner klassischen Dramaturgie und geht gegen die Sehgewohnheit der Theaterbesucher. Vom üblichen Bogen mit Einleitung, Hauptteil und Schluss muss man sich bei Horst Sallers Stück verabschieden; es gibt keinen Spannungsbogen, das Stück ist in mehrere Episoden eingeteilt, die jedoch einen gemeinsamen Dreh- und Angelpunkt haben: es geht um Traumsequenzen, die  immer mit der berühmten Duschszene des Filmregisseurs Alfred Hitchcock beginnen, dann aber überraschend enden. So erklärt sich dem Zuschauer auch der Titel des Stückes. Horst Saller ist ein Fan von Hitchcock und schon lange vom Wunsch beseelt, in einem seiner Stücke die wohl berühmteste Mordszene der Filmgeschichte zu positionieren. Auch die autobiografischen Ansätze des Autors im Stück sind unverkennbar, wie bei vielen anderen künstlerischen Akteuren auch.
Bei der gut besuchten Premiere zeigte sich Horst Saller erfreut über den Zuspruch des Publikums, wenngleich das Stück bei vielen auch Fragen offen ließ. Hervorzuheben ist neben dem Bühnenbild auch die effektvolle Lichttechnik, die vom jungen Julian Lesina Debiasi und dem Regisseur Clemente gezielt eingesetzt wurde.
Obmann Stefano Tarquini war voll des Stolzes! Über 55 Produktionen haben drei Obfrauen vor ihm und er als aktueller Obmann mit mehreren Regisseuren und vielen begeisterten Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Laienschauspielern in den vergangenen 20 Jahren auf die Bühne gebracht. Er erinnerte sich an das allererste Stück des Theatervereins von Schlanders unter der Regie von Günther Vanzo: „Häuptling Abendwind“. Abschließend dankte der Obmann den zahlreichen Unterstützern, allen voran der Raiffeisenkasse Schlanders und der Marktgemeinde Schlanders.

Ingeborg Rainalter Rechenmacher
Ingeborg Rainalter Rechenmacher
Vinschger Sonderausgabe

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.