Der MGV Schlanders in Gedenken an Josef Pircher.
Im Bezirksvorstand: Martin Pirpamer, Moos, Heidi Warger, Taufers i.M., Stefan Gstrein, Naturns, Obmann Karl Werner, Toni Gögele, Lana, Peter Berger, Meran

Chöre als Bereicherung der Kulturlandschaft

Die Vollversammlung der 96 Mitgliedschöre des Bezirks Burggrafenamt/Vinschgau im Südtiroler Chorverband fand heuer in Schlanders statt.

Publiziert in 3 / 2019 - Erschienen am 29. Januar 2019

Schlanders - Josef Pircher hätte es genauso gemacht. Dementsprechend dürfte er sich sehr gefreut haben, als der Männergesangsverein Schlanders unter Sybille Pichler Rolf Kerns „Abendruhe“ anstimmte. Es war ein ergreifendes Gedenken an einen Großen der  Südtiroler Chorszene. Josef Pircher war überraschend am 7. Jänner verstorben. Um eine Gedenkminute für Pircher bat auch Bezirksobmann Karl Werner. Die Vertreter von 46 Chören des Bezirks Burggrafenamt/Vinschgau im Südtiroler Chorverband sprachen im Kulturhaus von Schlanders ein Gebet. Anschließend nahm die Vollversammlung ihren Verlauf mit Begrüßung, Kassabericht durch Heidi Warger aus Taufers im Münstertal, Stellungnahme der Revisoren, Grußworte des Bürgermeisters Dieter Pinggera und Tätigkeitsbericht des Obmannes Werner. „Erfolgreich und rege“ sei das Jahr 2018 verlaufen. Erfolgreich vor allem durch ein motivierendes Chorleiterseminar in Goldrain, durch die Kulturfahrt zur Operettenaufführung die „Csardasfürstin“ in Bozen, durch die Sängerwanderung in Hafling und durch das Chöre übergreifende Projekt „Carmina Burana“. Negativ zu Buche geschlagen habe die Frequenz bei den Kleinbezirkstreffen, in denen „immer wieder über unser größtes Sorgenkind ‚Mangel an neuen und jungen Sängern‘ gesprochen wurde“. Gerade dieses Thema habe zu einer 1. Klausurtagung in Meran geführt. Auch dort sei die Teilnahme schwach gewesen, obwohl es um die Frage ging: „Wie bekomme ich neue Sänger für meinen Chor?“. Obmann Werner bat die Versammelten sich zu äußern, ob man auf der Schiene der Kleinbezirkstreffen oder mit einer Klausurtagung weitergehen möchte. Man bevorzugte die Kleinbezirkstreffen und riet sinngemäß, sich nicht zu sehr an der Nachwuchssuche zu reiben. In seiner Vorschau erwähnte er neben den bewährten Aktivitäten als „Hauptziel für das Jahr 2019“ ein anspruchsvolles Kirchenkonzert für den Bezirkschor. Chorleiter Josef Sagmeister habe die „Nelsonmesse“ von Joseph Haydn und den „Psalm 42 Wie der Hirsch schreit“ von Felix Mendelsohn-Bartholdy vorgeschlagen. Die Proben mit über 100 Sängerinnen und Sänger seien bereits im Gange, trotzdem könne man sich noch melden. 
In gewohnt routinierter und aufrüttelnder Weise ging Landesobmann Erich Deltedesco bei der Wahl des Bezirksausschusses zur Sache. Da sich sämtliche Mitglieder neuerdings der Wahl stellten, wurde per Handzeichen gewählt. Der Landesobmann erinnerte in seinem Grußwort an die Chöre, sich bewusst zu sein, dass Singen im Chor Geborgenheit biete und Ausdruck von Freude sei. Er appellierte, sich als Botschafter der Freude zu sehen. Der gemeinsame Jodler, den Ernst Thoma anstimmte, beschloss die Versammlung.

Wolfgang Thöni
Wolfgang Thöni

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